Anthroposophen

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Als Anthroposophen werden die Anhänger und Vertreter der von Rudolf Steiner entwickelten anthroposophischen Geisteswissenschaft bezeichnet. Gemeinsam bilden sie als geistige Gemeinschaft freier Individuen die weltweite anthroposophische Bewegung, die sich teils in vielfältigen freien Initiativen, vor allem aber auch im Rahmen der Anthroposophischen Gesellschaft auf vereinsrechtlicher Grundlage organisiert. Das Streben nach geistiger Erkenntnis und eine darauf gegründete Lebensführung ist den Anthroposophen inneres Herzensbedürfnis. Die anthroposophische Bewegung ist soziologisch und weltanschaulich-religiös sehr heterogen, die Interpretation von Steiners Werk aufgrund von dessen inhaltlichem und massemäßigen Umfang (28 Schriften und ca. 5900 Vorträge zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen) in ihr nicht einheitlich. Anthroposophen, betonte daher Rudolf Steiner auch schon im ersten seiner Anthroposophischen Leitsätze,

"... können daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen über das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeiten empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet." (Lit.: GA 026, S. 14, 1. Leitsatz)

Aus diesem inneren Bedürfnis widmen sie sich dem Studium der Anthroposophie und versuchen sie für alle Lebensgebiete fruchtbar zu machen. Ganz besondere Bedeutung für das Leben hat dabei die Erkenntnis von Reinkarnation und Karma in einer Form, wie sie unserem gegenwärtigen Bewusstseinsseelenzeitalter, das sich auf die geistige Freiheit des Individuums gründet, angemessen ist.

"Gewiß, wir lernen vieles durch die Anthroposophie kennen. Wir lernen kennen die Entwickelung der Menschheit, wir lernen kennen selbst die Entwickelung unserer Erde und unseres Planetensystems. Alle diese Dinge gehören zu den Grundlagen des anthroposophisch Strebenden. Aber das hier Gemeinte, besonders Bedeutsame für den Anthroposophen der Gegenwart ist das Erringen einer Überzeugung in bezug auf die Fragen von Reinkarnation und Karma. Und die Art und Weise, wie die Menschen sich aneignen werden diese Überzeugung von Reinkarnation und Karma, wie sie die Möglichkeit finden werden, den Gedanken von Reinkarnation und Karma in das allgemeine Leben überzuführen, das wird eben dieses moderne Leben von der Gegenwart in die Zukunft hinein im wesentlichen umgestalten. Es wird ganz neue Lebensformen, ein ganz neues menschliches Zusammenleben schaffen; ein solches Zusammenleben aber, wie es notwendig ist, wenn die Kultur der Menschheit nicht dem Niedergang verfallen soll, sondern wirklich aufwärtssteigen, vorwärtsgehen soll." (Lit.: GA 135, S. 85)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Anthroposophische Leitsätze, GA 26 (1998), ISBN 3-7274-0260-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart, GA 135 (1990), ISBN 3-7274-1352-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben (früher: Archiati-Verlag) basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.