Charles Webster Leadbeater

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C.W. Leadbeater

Charles Webster Leadbeater (* 17.2.1847/16.2.1854, + 29.2.1934 Adyar), war einer der bekanntesten und umstrittensten Mitglieder der Adyar-TG und Initiator der Liberal-Katholischen Kirche. Nach dem aktuellen Stand der Forschung wurde C. W. Leadbeater am 16. Februar 1854 in Stockport geboren. Er allerdings gab als seinen Geburtstag den 17. Februar 1847 an.

Als Leadbeater 1883 der Theosophischen Gesellschaft beitrat, war er noch Priester der Anglikanischen Kirche. Im folgenden Jahr traf er in London mit Helena Petrovna Blavatsky zusammen. Bald darauf kam er auch mit seinem Meister (über "Ernst" an K.H.) in brieflichen Kontakt. Am 04.11.1884 verließ er England in Richtung Adyar/Indien als Chela der "Meister der Weisheit". Seine Reise führte ihn u. a. nach Paris, Marseille, Alexandria, Port Said. Am 21.12.1884 traf er in Adyar, dem Hauptquartier der Gesellschaft, ein und nahm "Zufluch beim Buddha".

Ab 1895 beschäftigte er sich intensiv mit Forschungen über "Okkulte Chemie" und "Esoterisches Christentum". 1886 bis 1889 lebte er hauptsächlich in Ceylon. Zusammen mit H. S. Olcott bereiste er viele Dörfer, um seine Aufgabe, den Aufbau der Theosophischen Gesellschaft, zu erfüllen. Grundlegend sind seine Arbeiten zu den Farben der Aura (deutsche Übersetzung: Der sichtbare und unsichtbare Mensch und Gedankenformen) und der Chakren (deutsche Übersetzung: Die Chakren).

Um die Jahrhundertwende begannen sich seine "Anhänger", z. B. Annie Besant, und seine "Feinde" (z. B. Katherine Tingley) zu formieren. Der "Leadbeater-Skandal" weitete sich immer mehr aus. Ihm wurden unmoralische sexuelle Handlungen vorgeworfen. Er lehrte seinen Schülern u. a. Körperhygiene (sich nackt zu waschen) sowie Selbstkontrolle und Befreiung von negativen spirituellen Gedanken durch Masturbation. In langwierigen Gerichtsverhandlungen wurden zwar alle Anschuldigungen widerlegt, doch die Gerüchte hielten sich hartnäckig am Leben. Nach dem Ehrengerichtsverfahren von 1906 trat er aus der Theosophischen Gesellschaft aus, aber schon Ende 1908 öffneten sich für ihn erneut die Tore der Theosophischen Gesellschaft.

Am 10.02.1909 traf Leadbeater wieder in Adyar ein. Vermutlich im Mai 1909 entdeckte er den 15jährigen Hindu-Knaben Krishnamurti ("Alcyone" - Der hellste Stern der Plejaden). Auf Grund der schulischen und privaten Umstände nahm Leadbeater ihn in die Obhut der Theosophischen Gesellschaft. Anfang 1910 erhielt er eine Einweihung durch Leadbeater. Er sollte der neue "Weltlehrer" werden und wurde als der wiedergekommene Christus bezeichnet. Leadbeater bereitete ihn auf diese große Aufgabe vor. 1913 trennte sich Rudolf Steiner deshalb endgültig von der Theosophischen Gesellschaft. 1929 löst Krishnamurti seinen "Sternenorden" auf und entsagte der ihm aufgenötigten Messiasrolle.

Am 20.02.1914 verließ C. W. Leadbeater Indien in Richtung Neuseeland und Australien. 1915 wurde er in die Freimaurerei aufgenommen. 1916 trat er der Alt-Katholischen-Kirche bei und wurde zum Regionalbischof von Australien geweiht. Am 06.09.1918 wurde der Namen dieser religiösen Gemeinschaft in "Liberal-Katholische-Kirche" geändert.

Im Frühjahr 1933 fuhr Leadbeater nach Adyar, um an der Seite der schwer erkrankten Annie Besant bis zu ihrem Tod am 20.09.1933 zu verweilen. Er leitete ihre Begräbnisfeierlichkeiten.

Im Januar des folgenden Jahres kehrte er, bereits schwer krank, zurück nach Australien. Am 29.02.1934 fiel er ins Koma und starb nachmittags.

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