Schweiz

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Schweizerische Eidgenossenschaft
Confédération suisse (franz.)
Confederazione Svizzera (ital.)
Confederaziun svizra (rätoromanisch)
Confoederatio Helvetica (CH) (lateinisch)
Fahne und Wappen der Schweiz
Fahne und Wappen der Schweiz
Fahne Wappen
Wahlspruch: «Unus pro omnibus»[1]
Lateinisch für:
«Einer für alle, alle für einen» (dt.)
«Un pour tous, tous pour un» (frz.)
«Uno per tutti, tutti per uno» (ital.)
«In per tuts, tuts per in» (rät.)
Amtssprache Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch[2]
Hauptstadt de jure: keine
de facto: Bern[3]
Regierungssitz Bern[3]
Staatsform föderale Republik
Regierungssystem Direktorialsystem
Staatsoberhaupt Der Bundesrat bildet de facto das kollektive Staatsoberhaupt:[4]
Regierungschef Dieses Amt ist laut Bundesverfassung inexistent.
Fläche (133. Platz) 41'285[5] km²
Einwohnerzahl 8'417'700[6] (31. Dezember 2016)
Bevölkerungsdichte 203 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +1,19 %[7] (2015)
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[8]
  • 659,8 Milliarden USD (19.)
  • 495,9 Milliarden USD (39.)
  • 79.242 USD (2.)
  • 59.591 USD (10.)
Human Development Index 0,939 (2.) (2016)[9]
Währung Schweizer Franken (CHF)
Gründung 1. August 1291 nach Legende als «Ewiger Bund» (Rütlischwur),
12. September 1848 als moderner Bundesstaat in der heutigen Form
Unabhängigkeit 1499 faktische Ablösung vom Heiligen Römischen Reich im Frieden zu Basel,
1648 juristische Trennung vom Heiligen Römischen Reich im Westfälischen Frieden
Nationalhymne Schweizerpsalm 155x125px
Nationalfeiertag 1. August (Bundesfeiertag)
Zeitzone UTC+1 MEZ[10]
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen CH
ISO 3166 CH, CHE
Internet-TLD .ch, .swiss
Telefonvorwahl +41
ÖsterreichBelgienBulgarienRepublik ZypernTschechienDeutschlandDänemarkDänemarkEstlandSpanienFinnlandFrankreichFrankreichVereinigtes KönigreichVereinigtes KönigreichGriechenlandGriechenlandUngarnIrlandItalienItalienItalienLitauenLuxemburgLettlandNiederlandePolenPortugalRumänienSchwedenSlowenienSlowakeiIslandMontenegroMazedonienKroatienTürkeiTürkeiMaltaSerbienGrönlandFäröerNorwegenNorwegenIsle of ManGuernseyJerseyAndorraMonacoSchweizLiechtensteinVatikanstadtSan MarinoAlbanienKosovoBosnien und HerzegowinaMoldawienWeißrusslandRusslandUkraineAutonome Republik KrimKasachstanAbchasienSüdossetienGeorgienAserbaidschanAserbaidschanArmenienIranLibanonSyrienIsraelJordanienSaudi-ArabienIrakRusslandTunesienAlgerienMarokkoLage der Schweiz in Europa
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Lage der Schweiz in Europa
Kanton WallisKanton ThurgauKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell AusserrhodenKanton SchaffhausenKanton ObwaldenKanton NidwaldenKanton Basel-StadtKanton Basel-LandschaftKanton SolothurnKanton ZugKanton ZürichKanton St. GallenKanton AargauKanton LuzernKanton GlarusKanton SchwyzKanton UriKanton TessinKanton JuraKanton GraubündenKanton NeuenburgKanton GenfKanton FreiburgKanton WaadtKanton WaadtKanton BernFrankreichLiechtensteinÖsterreichItalienDeutschlandDeutschlandAdministrative Gliederung der Schweiz: die 26 Kantone
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Administrative Gliederung der Schweiz: die 26 Kantone
Reliefkarte der Schweiz
Reliefkarte der Schweiz
Logo der Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft
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Die Schweiz (franz. Suisse [sɥis(ə)], ital. Svizzera [ˈzvitːsera], rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Svizra?/i [ˈʒviːtsrɐ] oder [ˈʒviːtsʁɐ], lat. Helvetia), amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Confederaziun svizra?/i, lat. Confoederatio Helvetica), ist ein föderalistischer, demokratischer Staat in Europa.

Sie umfasst deutsche, französische, italienische und rätoromanische Sprach- und Kulturgebiete, deren Bewohner als Willensnation zusammenleben.

Die Schweiz grenzt an Deutschland im Norden, an Österreich und Liechtenstein im Osten, an Italien im Süden und an Frankreich im Westen. Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft legt keine Hauptstadt fest; der Sitz der Bundesbehörden (Regierung und Parlament) ist die Bundesstadt Bern.

In der Schweiz leben 8,3 Millionen[6] Menschen, darunter 2,0 Millionen[11] ohne Schweizer Bürgerrecht (25 Prozent). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung (ab 15 Jahren mit und ohne Bürgerrecht) weisen 35 Prozent[12] einen Migrationshintergrund auf. Das Land gehört zu den dichter besiedelten Staaten Europas, wobei sich die Bevölkerung im Mittelland, der Beckenzone zwischen Jura und Alpen, konzentriert. Die sieben grössten Städte bzw. Wirtschaftszentren sind Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, Winterthur und Luzern.

Die Eidgenossenschaft gliedert sich in 26 teilsouveräne Kantone und hat auf Bundesebene – entsprechend seiner einheimischen Bevölkerung – insgesamt vier offizielle Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.[13] Sie bilden die kulturelle Grundlage des Landes mit seinen Sprachregionen: Deutschschweiz, Romandie, italienische sowie rätoromanische Schweiz. Das Landeskennzeichen lautet «CH», die Abkürzung für das neutrale lateinische Confoederatio Helvetica, um keine der vier Amtssprachen zu bevorzugen. Die Schweizerische Eidgenossenschaft ging aus den sogenannten Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden hervor. Als inoffizielles und mythologisiertes Gründungsdokument gilt der Bundesbrief von 1291, die älteste noch erhaltene Bündnisurkunde. Im Westfälischen Frieden von 1648 gelang ihr die Anerkennung ihrer staatsrechtlichen Unabhängigkeit. Der heutige Bundesstaat besteht seit 1848. Der Name Schweiz stammt vom Urkanton Schwyz bzw. von dessen gleichnamigem Hauptort.

Die nationale Identität und der Zusammenhalt der Schweiz basieren nicht auf einer gemeinsamen Sprache, Ethnie oder Religion, sondern auf interkulturellen Faktoren wie dem Glauben an die direkte Demokratie, einem hohen Mass an lokaler und regionaler Autonomie sowie einer ausgeprägten Kultur der Kompromissbereitschaft bei der politischen Entscheidungsfindung. Die Schweiz wird in dieser Beziehung oft als Vorbild für andere Staaten genannt.[14][15][16]

Geographie

Der Binnenstaat Schweiz liegt zwischen dem 46. und 48. Breitengrad und verfügt über die Quellgebiete von Flüssen, die in die Nordsee, das Mittelmeer und das Schwarze Meer münden. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220,1 Kilometer (von Bargen nach Chiasso), die grösste West-Ost-Ausdehnung 348,4 Kilometer (von Chancy nach Val Müstair).[17]

Der höchste Punkt in der Schweiz ist die mit 4'634 m ü. M. hohe Dufourspitze, der tiefste Punkt ist das Ufer des Lago Maggiore mit 193 m ü. M. Die höchstgelegene Siedlung Juf liegt auf 2'126 m ü. M.; die tiefstgelegenen Siedlungen um den Lago Maggiore auf 196 m ü. M. Der geographische Mittelpunkt der Schweiz liegt im Kanton Obwalden auf der Älggi-Alp.

Die Schweiz hat eine Landesgrenze von total 1935 Kilometern Länge.[18] Die längste Staatsgrenze ist mit 782 Kilometern diejenige zu Italien im Süden (→ Grenze zwischen Italien und der Schweiz). Im Westen grenzt die Schweiz über 585 Kilometer an Frankreich (→ Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz); im Norden an Deutschland über 347 Kilometer, die zum grössten Teil den Rhein entlangführen (→ Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz). Im Osten grenzt die Schweiz mit 180 Kilometern an Österreich (→ Grenze zwischen Österreich und der Schweiz) und mit 41 Kilometern an das Fürstentum Liechtenstein (→ Grenze zwischen Liechtenstein und der Schweiz).[19]

23,9 Prozent der Fläche der Schweiz sind landwirtschaftliche Nutzfläche, 13 Prozent sind alpwirtschaftliche Flächen. Siedlungsfläche sind 6,8 Prozent, und 25,5 Prozent – vorwiegend in den Alpen und im Jura – gelten als unproduktive Naturfläche. Rund 30,8 Prozent sind Wald und Gehölze.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Dieser Wahlspruch wird de facto als solcher bezeichnet, da er in der Kuppel des Bundeshauses erwähnt wird. Auf rechtlicher Grundlage existiert kein Wahlspruch. Siehe Papier des Bundesgerichtes: La devise traditionnelle «Un pour tous, tous pour un» ne repose sur aucun fondement constitutionnel ou légal.
  2. Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Art. 70 Abs. 1 BV). Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Wikipedia:admin.ch). Abgerufen am 2015-01-01. (Rätoromanisch besitzt (seit 1938) mit den anderen Amtssprachen des Bundes den Status einer Landessprache gemäss Art. 4 BV.)
  3. 3,0 3,1 Siehe auch: Wikipedia:Hauptstadtfrage der Schweiz
  4. Die Schweiz hat kein eindeutig bestimmtes Regierungs- oder Staatsoberhaupt. Grundsätzlich ist die Bundesversammlung unter dem Vorbehalt der Rechte von Volk und Ständen die oberste Macht im schweizerischen Staat (Art. 148 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung), der Nationalratspräsident gilt demzufolge im Volksmund als der «höchste Schweizer». Aufgaben eines Staatsoberhauptes (zum Beispiel bei Empfängen für ausländische Staatsoberhäupter) nimmt der Bundespräsident als Wikipedia:primus inter pares wahr, der zwar gemäss der protokollarischen Rangordnung das höchste Amt der Schweiz ausübt, aber kein Staatsoberhaupt ist. Der Gesamtbundesrat als Kollektiv erscheint zudem aufgrund seiner Stellung de facto auch als Staatsoberhaupt.
  5. 4'128'498 Hektaren (Bundesamt für Statistik – Bodennutzung, -bedeckung > Tabellen)
  6. 6,0 6,1 Aktuellste provisorische Monats- und Quartalsdaten. Bundesamt für Statistik (BFS). Abgerufen am 2017-06-18.
  7. Google Public Data Explorer. Wikipedia:Google Inc.. Abgerufen am 2017-01-04.
  8. World Economic Outlook Database. Wikipedia:Internationaler Währungsfonds (IWF). Abgerufen am 2017-06-12.
  9. [1] United Nations Development Programme (Wikipedia:UNDP),
  10. Jakob Messerli: Zeitsysteme im Historischen Lexikon der Schweiz
  11. Ausländerstatistik Ende August 2014 – Statistique des étrangers à fin août 2014. Bundesamt für Migration (BFM), jetzt Wikipedia:Staatssekretariat für Migration (SEM). Abgerufen am 2015-01-01. (PDF)
  12. Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Bundesamt für Statistik (BFS). Abgerufen am 2015-01-01.
  13. Der Bund kurz erklärt 2015. Wikipedia:Schweizerische Bundeskanzlei (BK). Abgerufen am 2015-04-18.
  14. Peter Josika: Ein Europa der Regionen. Was die Schweiz kann, kann auch Europa, IL-Verlag, Basel 2014, ISBN 978-3-906240-10-7
  15. Philipp Löpfe: Wir haben wieder eine Alternative: Ein Europa der Regionen, watson.ch, 19. September 2014, abgerufen 2. August 2016.
  16. Joschka Fischer: Vorbild für ein Vereintes Europa, Tages Anzeiger, 13. Oktober 2014, abgerufen 2. August 2016.
  17. Angaben zu den grössten Ausdehnungen in der Schweiz
  18. Angaben zu den Landesgrenzen auf der Website des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 21. März 2017
  19. Walter Leimgruber (Villars-sur-Glâne): Grenzen im Historischen Lexikon der Schweiz
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