Aggregat

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Als Aggregat (von lat. aggregare „hinzunehmen, ansammeln“) wird in der Regel eine mehr oder weniger zufällige Anhäufung nur äußerlich miteinander verbundener Teile bzw. Elemente bezeichnet, im Gegensatz zu Organismus oder System, bei dem sich die funktionell aufeinander bezogenen Teile zu einem Ganzen ordnen.

Der Begriff wurde in diesem Sinn schon von Aristoteles gebraucht. Ähnlich ist für Kant das Aggregat eine bloß zufällige verstandesmäßige Zusammenstellung, während ein systematischer Zusammenhang nur von der Vernunft erfasst werden könne. Leibniz ließ nur die Monade als unteilbare Ganzheit gelten, während er die Atome Demokrits als bloße Aggregate auffasste. Hegel sah Aggregat als eine „zufälligerweise und empirischerweise“ entstandene Zusammenstellung der Wissenschaften an, im Gegensatz zur streng systematisch aufgebauten Enzyklopädie. Johann Gottlieb Fichte hingegen verstand das Aggregat als rein ideelle Ganzheit, die von der real vorliegenden Einheit, dem Kompositum unterschied.

In der Technik ist ein Aggregat ein aus mehreren funktionell miteinander verbundenen Maschinen bzw. Einzelgeräten konstruierter Maschinensatz.