Ameisen

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Rossameise (Camponotus ligniperda)

Ameisen (lat. Formicidae) zählen zur Familie der Insekten innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera, Apocrita). Es gibt etwa 11.000[1] bis 12.500,[2] verschiedene Ameisenarten, davon aber nur etwa 200 in Europa. Älteste fossilen Funde stammen aus der Kreidezeit vor ca. 100 Millionen Jahren. Das Alter der Ameisen wird jedoch auf wenigstens 140 Millionen Jahre geschätzt.[3]

Ameisen als Wesen aus einer früheren Zeit

Rote Waldameise (Formica rufa)

„Wenn man Ameisen betrachtet, Bienen betrachtet, überhaupt dieses ganze eigentümliche Insektenvolk betrachtet, dann kommt man zu der Anschauung - ich habe sie an andern Orten und zu andern Zeiten als unsere geisteswissenschaftlichen Anschauungen ausgeführt - , das sind zurückgebliebene Formen aus früheren Zeiten, oder auch Formen, welche schon vorausnehmen das, was in späteren Zeiten kommen soll, wie die Bienen respektive der Bienenstock; das sind Wesen, die eigentlich einer andern Zeit in ihren Formen angehören, die hereinragen in unsere Zeit.

Wenn die wissenschaftlichen Nichtwisser kommen und diese Welt beschreiben, wie zum Beispiel Forel, der sich so viel mit Ameisen beschäftigt hat, dann geschieht es, daß die Leute allerlei Staunenswertes über die Ameise erzählen. Aber wenn sie bei der wissenschaftlichen Tapsigkeit bleiben, nicht zur Geisteswissenschaft kommen, dann ist es natürlich, daß sie nichts Wesenhaftes sagen können, warum man zu staunen hat über diese Welt, die überall durchdrungen ist von einer Vernunft. Nicht über die einzelne Ameise, aber über das Ganze des Ameisenhaufens und der Ameisenwelt selbst, der Bienenwelt, ist kosmische Vernunft, die viel gescheiter ist als unsere Hirn Vernunft, ausgegossen; die gehören alle eigentlich in einer gewissen Beziehung einer früheren Welt an. Denken Sie, wie sachgemäß Goethe schildert. Indem er eine frühere Welt schildert, läßt er darin die Ameisen auftreten, die Imsen. Und indem er einen Berg so entstehen läßt, wie er in früherer kosmischer Entwickelung erstanden ist, wie man ihn wieder sieht für eine andere Wirklichkeitssphäre in der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, läßt er Ameisen auftreten, die sich dann mit dem beschäftigen, was der Berg mit ans Dasein gebracht hat. Aber zu Genossen dieser Ameisen macht er besonders andere Wesen. Die Ameisen, überhaupt fast das ganze Insektenvolk, sind eigentlich eine Rasse, die nicht recht hereinpaßt in die Gegenwartserde. Diese Welt der Ameisen fühlt sich eigentlich anachronistisch in der gegenwärtigen Welt. Sie haben nicht viel damit zu tun, sie haben keine rechten Genossen. Die andern Tiere sind von ganz anderer Artung. Es sind furchtbar große Unterschiede zwischen der seelischgeistigen Artung des Insektenvolkes, solchen Volkes zum Beispiel wie das Ameisenvolk und anderer Tiere. Die Genossen der Ameisen sind eigentlich nicht die gegenwärtigen physischen Tierformen, sondern die geistigen Elementarwesen, die Goethe als Pygmäen auftreten läßt, als Zwerge, als Daktyle; denen stehen sie in verwandtschaftlicher Beziehung, trotzdem die Ameisen eine physische Natur sich errungen haben in diesem Erdendasein, viel näher als diesen Gegenwartswesen. Also von dieser zu einer alten kosmischen Epoche gehörigen Art des Ameisenvolkes weiß Goethe, und er geheimnißt es hinein in diese Szene.“ (Lit.:GA 273, S. 140f)

Ameisensäure

Hauptartikel: Ameisensäure

Im menschlichen Organismus dient die Ameisensäure bzw. der Ameisensäure-Prozess der Ich-Organisation, um die sich durch den Astralleib zum Leblosen entwickelnden Substanzen, die für die Bewusstseinsbildung nötig sind, wieder aufzulösen. Die Ameisensäure bildet die Grundlage für Seele und Geist - und das nicht nur für den Menschen, sondern auch für die ganze Erde.

„Im menschlichen Organismus entsteht auch die Ameisensäure. Da aber hat sie ihre Bedeutung. Sie dient der Ich-Organisation. Durch den astralischen Leib werden aus der organischen Substanz Teile ausgesondert, die dahin zielen, leblos zu werden. Die Ich-Organisation braucht diesen Übergang der organischen Substanz in den leblosen Zustand. Aber sie braucht eben den Vorgang des Überganges; nicht, was dann durch den Übergang entsteht. Ist nun das nach dem Leblosen hin sich Entwickelnde gebildet, so wird es im Innern des Organismus zur Last. Es muß entweder unmittelbar abgesondert werden, oder aufgelöst, um mittelbar hinwegzukommen.

Geschieht nun für etwas, das aufgelöst werden sollte, diese Auflösung nicht, so häuft es sich im Organismus an und kann die Grundlage für gichtische oder rheumatische Zustände bilden. Da tritt nun im menschlichen Organismus auflösend die sich bildende Ameisensäure ein. Wird sie in der notwendigen Menge erzeugt, so enfernt der Organismus die zum Leblosen zielenden Produkte in richtiger Art. Ist die Erzeugungskraft zu schwach, so entstehen die gichtischen oder rheumatischen Zustände. Führt man sie dem Organismus von außen zu, so unterstützt man ihn, indem man ihm gibt, was er nicht selbst erzeugen kann.“ (Lit.:GA 27, S. 90f)

„Sie kennen alle einen Ameisenhaufen; Sie wissen, daß man aus Ameisen Ameisensäure gewinnt. Man redet heute so, wie man als Chemiker reden kann, auch als der pharmazeutische Chemiker meinetwegen, über Ameisensäure, aber man weiß folgendes nicht. Man weiß nicht, daß zum Beispiel ein Wald, in dem gar keine Ameisen ihre Arbeit verrichten, durch dasjenige, was in den Wurzelstöcken und so weiter, was überhaupt vermodert, eine furchtbare Schädigung bedeutet. Es bedeutet eine furchtbare Schädigung der Erdenentwickelung. Die Erde geht sozusagen an ihren vermodernden organischen Überbleibseln zugrunde. Aber stellen Sie sich vor - es ist dies zunächst einleitungsweise, grob gesprochen -, Holz, aus dem die Vegetation heraus ist, das sozusagen in eine Art von mineralischem Zustand übergegangen ist, verpulvert, vermodert. Dadurch, daß die Ameisen ihr Wesen treiben, ist immer in außerordentlich hoher Potenzierung Ameisensäure im Boden und in der Luft im Bereiche des Waldes. Diese Ameisensäure, die durchdringt das Vermodernde, und aus dem, was aus dem Zusammenhang der Tätigkeit der Ameisensäure und des Vermodernden entsteht, wird die Fortentwickelung wieder gerettet, so daß der Staub nicht verfliegt in das Weltenall, sondern abgeben kann Material für die Fortentwickelung der Erde, so daß also solche Stoffe, die scheinbar nur Absonderungsstoffe von Insekten oder andern Tieren sind, wenn man ihre Funktionen nur richtig erkennt, tatsächlich die Retter der Fortentwickelung des Irdischen sind.“ (Lit.:GA 316, S. 22)

Die Gruppenseele der Ameisen

„... die Ameisen haben, ähnlich wie die Spinnen, ein Bewußtsein auf dem Astralplan. Dort hat der Ameisenhaufen seine Seele. Daher sind die Handlungen der Ameisen so geordnet.“ (Lit.:GA 93a, S. 36)

„Die Gruppenseele des Bienenstockes ist eine sehr hohe Wesenheit, höher als die der Ameisen; sie ist so hoch, daß man sagen könnte: sie ist kosmisch frühreif. Sie hat einen Entwickelungszustand erreicht, wie ihn der Mensch erst auf der Venus haben wird. Wie ein frühreifes Kind müssen wir sie betrachten; sie hebt sich heraus aus der normalen Entwickelung. Ähnlich ist es bei der Gruppenseele der Ameisen, nur ist sie niederer. Die Korallengruppenseele ist ein noch höheres Wesen, aber auch ein frühreifes Wesen; sie ist hoher als zum Beispiel die Gruppenseele der Rinder. Nur paßt die Höhe nicht immer in die Zeit hinein; es wird da mancher spätere Entwickelungsgrad vorausgenommen. Dadurch sind die Wesen mancherlei Gefahren ausgesetzt, denen sie noch nicht gewachsen sind.“ (Lit.:GA 110, S. 179)

Siehe auch

Literatur

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Einzelnachweise

  1. Edward O. Wilson, Bert Hölldobler: The rise of the ants: A phylogenetic and ecological explanation. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 102, 21, 2005, S. 7411–7414. (Volltext) (englisch)
  2. www.antbase.org – Internetdatenbank aller bekannter Ameisenarten
  3. D. Agosti, D. Grimaldi, J. M. Carpenter: Oldest known ant fossiles discovered. In: Nature. Vol. 391, 29. Januar 1998, S. 447 ff, [1]. (englisch)


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