Ehe

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Wye reymont vnd melusina zusamen wurdent geleit / Vnd vom bischoff gesegenet wurdent in dem bett (Holzschnitt aus der Schönen Melusine 15. Jahrhundert)

Die Ehe (ahd. für etwa Ewigkeit, Recht, Gesetz; rechtssprachlich-historisch Konnubium) ist eine durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht und Religionslehren begründete und anerkannte, zumeist gesetzlich geregelte, gefestigte Form einer Verbindung von zwei heterosexuellen Menschen zur Erhaltung der menschlichen Art. Sie werden als Ehegatten (siehe Begattung), Eheleute, Ehepaar oder auch Ehepartner bezeichnet.

Nur eine Minderheit von Staaten und Religionen erlaubt die Vielehe. Für die ähnlichen Verbindungen von Homosexuellen und Lesben, also gleichgeschlechtliche Paare fehlt bislang ein eigenständiger Begriff. In Deutschland werden künftig wohl auch Verbindungen homosexueller Paare als "Ehe" bezeichnet werden können ("Ehe für alle").

Die Bedeutung der Ehe ist stark von den gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen abhängig und hat sich im Zuge der menschlichen Entwicklung immer wieder verändert. In Deutschland bezeichnet der Begriff Ehe heute im Allgemeinen die Zivilehe. Der hier allgemein vorgesehene gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft; darüber hinausgehende Regelungen werden in einem Ehevertrag vereinbart. Die rechtsgültige Auflösung der Ehe ist die Scheidung.

Rudolf Steiner über die Ehe

Aus den Notizen einer Fragenbeantwortung vom 2. September 1906 in Stuttgart:

"Die Ehe ist ein Dualismus. Alles in der Welt sucht unsere Zeit zu Unrecht auf das Sexuelle zurückzuführen. In das Gebiet der Ehe spielt ein großer Weltengegensatz hinein: Der Mann hat einen weiblichen Ätherleib und die Frau einen männlichen Ätherleib. Der Geist, das Seelische beim Mann ist mehr weiblich, und umgekehrt. Unsere Seele strebt zu dem Höchsten. Der Mann wird daher dieses Höchste vergleichen mit dem Weiblichen, weil seine Seele weiblich ist. Das Äußere, der Leib, wird nur das äußere Symbol, ist nur ein Gleichnis. «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.» «Das Ewig- Weibliche zieht uns hinan.»" (Lit.: GA 095, S. 150)

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Herbert Kretschmer: Ehe und Familie. Die Entwicklung von Ehe und Familie im Laufe der Geschichte. Angaben Rudolf Steiners zu Ehe und Familie, Verlag am Goetheanum (1988) (Ein Aufsatz (überarbeiteter Vortrag) Kretschmers, mit einem Literaturverzeichnis und einer stichwortartigen Sammlung von Angaben Rudolf Steiners zu Ehe und Familie)
  • Klaus Fischer, Wolfgang Gädeke, Bernd Hansen und Klaus Christian Köhnke: Partnerschaft und Ehe, Flensburger Hefte Sonderheft Nr. 1 (1987)
  • Klaus und Wolfgang Weirauch, D. Neumann u.a.: Partnerschaft und Ehe II - Briefe, Flensburger Hefte (1992), Sonderheft Nr. 4
  • Wolfgang Gädeke: Ehe: Sehnsucht, Idee, Wirklichkeit. Urachhaus, 2000, ISBN 3825172945
  • Wladimir Solowjew: Philosophie der Liebe, in Deutsche Gesamtausgabe, Bd. 7, Verlag Erich Wewel, Freiburg i.B.
  • Rudolf Steiner: Vor dem Tore der Theosophie, GA 95 (1990), ISBN 3-7274-0952-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  • Ulrike Betti, Mario Betti, Birgit Kersten: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Mann und Frau im Zeitalter der Individualität, Freies Geistesleben, 1998, ISBN 3772517919
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