Fjodor Michailowitsch Dostojewski

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Dostojewski, 1872. Er stellte in diesem Jahr den Roman Die Dämonen fertig. Porträt von Wassili Perow

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (auch Dostojewskij, wissenschaftliche transl. Fëdor Mihajlovič Dostoevskij; * 11. November 1821 in Moskau; † 9. Februar 1881 in Sankt Petersburg) gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Seine schriftstellerische Laufbahn begann 1844; die Hauptwerke, darunter Schuld und Sühne, Der Idiot, Die Dämonen und Die Brüder Karamasow, entstanden jedoch erst in den 1860er und 1870er Jahren. Dostojewski schrieb neun Romane, zahlreiche Novellen und Erzählungen und ein umfangreiches Korpus an nichtfiktionalen Texten. Das literarische Werk beschreibt die politischen, sozialen und spirituellen Verhältnisse zur Zeit des Russischen Kaiserreiches, das sich im 19. Jahrhundert fundamental im Umbruch befand. Dostojewski war ein Seismograph der Konflikte, in die der Mensch mit dem Anbruch der Moderne geriet. Zentraler Gegenstand seiner Werke war die menschliche Seele, deren Regungen, Zwängen und Befreiungen er mit den Mitteln der Literatur nachgespürt hat; Dostojewski gilt als einer der herausragenden Psychologen der Weltliteratur.[1] Fast sein gesamtes Romanwerk erschien in Form von Feuilletonromanen und weist darum die für dieses Genre typischen kurzen Spannungsbögen auf, wodurch es trotz seiner Vielschichtigkeit und Komplexität selbst für unerfahrene Leser leicht zugänglich ist. Seine Bücher wurden in mehr als 170 Sprachen übersetzt.[2]

In der zweiten Hälfte der 1840er Jahre stand Dostojewski dem Frühsozialismus nahe und nahm an Treffen des revolutionären Petraschewski-Zirkel teil. Dies führte 1849 zu seiner Festnahme, Verurteilung zunächst zum Tode und dann – nach Umwandlung der Strafe – zu Haft und anschließendem Militärdienst in Sibirien. Nach der Entlassung 1859 begann er zunächst mit kleineren Arbeiten und dann mit den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus seine Reputation als Schriftsteller wiederherzustellen. Mit seinem Bruder Michail gründete er zwei Zeitschriften (Wremja und Epocha). Die erste wurde verboten; der Ruin der zweiten zwang ihn zur Flucht vor den Gläubigern ins Ausland, wo er drei Jahre lang bleiben sollte. Dostojewski litt an Epilepsie und war einige Jahre der Spielsucht verfallen. Während seine Zeitgenossen Lew Tolstoi, Iwan Turgenew[3] und Iwan Gontscharow unter Bedingungen materieller Sorglosigkeit schreiben konnten, waren die äußeren Umstände von Dostojewskis Schreibtätigkeit fast zeitlebens von finanzieller Not geprägt.[4] In den letzten zehn Jahren seines Lebens lebte er in finanziell geordneten Verhältnissen und genoss Anerkennung im ganzen Land.

Leben und Werk

Kindheit und Jugend

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Die Eltern: Michail Dostojewski, Marija Dostojewskaja

Der Adelsname Dostojewski weist auf das heute weißrussische Dorf Dostojewo bei Pinsk hin, mit dem einer der Vorfahren von Dostojewski belehnt wurde.[5] Dostojewskis Vater, Michail Andrejewitsch Dostojewski, war Arzt an der Moskauer Mariinski-Klinik für die Armen und Sohn und Enkel von ostkatholischen Priestern, die die Autorität des Papstes anerkannten, aber gleichzeitig dem orthodoxen Ritus folgten. Die Vorfahren hatten einem litauischen Adelszweig der Szlachta angehört.[6] Die Mutter, Marija Fjodorowna, geb. Netschajewa, stammte aus einer wohlhabenden Moskauer Kaufmannsfamilie. Das Paar hatte acht Kinder, von denen sieben das Erwachsenenalter erreichten. Nach Michail (1820–1864) war der am 11. November 1821 (im julianischen Kalender: 30. Oktober 1821) geborene Fjodor das zweite Kind. Es folgten Warwara (1822–1892), Andrei (1825–1897), Wera (1829–1896), Nikolai (1831–1883) und Alexandra (1835–1889).[7] Nach einer Beförderung und Nobilitierung konnte Michail Dostojewski 1831 das vor Moskau gelegene Gut Darowoje erwerben, auf dem die Familie einige Jahre lang die Sommerferien verbrachte.[8]

Der ehrgeizige Vater strebte nach sozialem und finanziellem Aufstieg und betrieb mit großem Einsatz die Ausbildung der Kinder.[9] Elementarunterricht erhielt Dostojewski zunächst durch die Mutter, die ihre Kinder auch Französisch lehrte.[10] Der russisch-orthodoxe Glaube spielte in der Familie eine große Rolle. Die Mutter hatte die Söhne mit religiösen Kinderbüchern alphabetisiert, und für ihre weitere religiöse Ausbildung kam ein Diakon ins Haus.[11] Besonders bewegt war das Kind Dostojewski vom Buch Ijob.[12] Er war ein Vielleser und verschlang u. a. Derschawin, Karamsin, Schukowski und Puschkin, aber auch Walter Scott und populäre Unterhaltungsliteratur der Zeit.[13] Französisch lernte er u. a. durch die Lektüre von Voltaires Henriade.[14] Von 1833 an besuchten Dostojewski und sein Bruder Michail zunächst das französische Internat von Monsieur Souchard, wechselten 1834 aber auf das Internat von Leonti Iwanowitsch Tschermak, das als das beste in Moskau galt.[15]

Studium und Dienst als Militäringenieur

Die Militärische ingenieurtechnische Universität, an der Dostojewski studierte, hatte ihren Sitz im Petersburger Michailowski-Schloss.

Am 27. Februar 1837 starb Dostojewskis Mutter im Alter von 36 Jahren an Tuberkulose.[16] Kurz darauf absolvierte Dostojewski die Aufnahmeprüfung für die angesehene Militärische ingenieurtechnische Universität in St. Petersburg und begann sein Studium im Januar 1838.[17] Neben den technischen Fächern studierte er auch russische und französische Literatur, darunter Gogol, Hugo und Balzac.[18] George Sand regte ihn durch ihre Schriften zur Idee eines christlichen Sozialismus an.[19] Prägenden Eindruck hinterließ bei ihm die Lektüre Schillers.[20]

Am 6. Juni 1839 starb nach einem Schlaganfall auch Dostojewskis Vater [21] auf seinem Landsitz. Ein Nachbar, Pawel Chotjainzew, beschuldigte die Leibeigenen des Verstorbenen, diesen umgebracht zu haben; Dostojewskis Bruder Andrei glaubte daher später, sein Vater sei erschlagen worden.[22] Sigmund Freud vermutete nach einer Analyse der Lebensgeschichte Dostojewskis und des Vatermordes in Die Brüder Karamasow in dem Aufsatz Dostojewski und die Vatertötung (1928), dass sich Dostojewski am Tode seines vermeintlich ermordeten Vaters schuldig gefühlt und darum einen ersten epileptischen Anfall erlitten habe.[23] Die Dostojewski-Forschung hat dies bis heute nicht bestätigt.[24] Für den mit 17 Jahren noch minderjährigen Dostojewski wurden Alexander Kumanin (Schwager der Mutter) und Pjotr Karpenin (Mann seiner Schwester Warwara) als Vormünder bestellt.[25] Im August 1841 wurde er zum Fähnrich befördert. Als Externer konnte er sich privat eine Wohnung mieten, die er sich zunächst mit Adolph Totleben teilte, dessen älterer Bruder Eduard Iwanowitsch Totleben sich später sowohl bei der Rückkehr aus Sibirien wie auch bei der Genehmigung, wieder nach St. Petersburg zu ziehen, für ihn einsetzte.[26] Nach dem Unterricht las und schrieb er dort. Zwölf Monate später wurde er zum Leutnant befördert, und noch ein Jahr später schloss er das Studium ab.[16] Am 6. August 1843 begann Dostojewski seinen Dienst als Militäringenieur. Um in St. Petersburg bleiben zu können und Zeit zum Schreiben zu haben, nahm er einen unbedeutenden Posten als Militärzeichner an. Als schließlich doch eine Versetzung zu einem entlegenen Militärstützpunkt drohte, entschloss er sich, die Laufbahn als Militäringenieur zu beenden. Sein Abschiedsgesuch wurde am 19. Oktober 1844 angenommen.[27] Da die kleine Erbschaft nicht ausreichte, um seinen Lebensunterhalt sicherzustellen, musste er sich nun Geld durch Schreiben verdienen.[28]

Schriftstellerische Anfänge

Dostojewski, 1847

Bereits seit Anfang 1844 hatte Dostojewski sich mit der Übersetzung französischer Prosa beschäftigt; seine Übertragung von Balzacs Eugenie Grandet erschien im Sommer in der Zeitschrift Repertuar i Panteon.[29] Aus Briefen ist bekannt, dass er daneben eigene schriftstellerische Versuche unternahm, die jedoch verloren gegangen sind.[30] Dostojewskis erstes erhaltenes Werk ist der zwischen April 1844 und März 1845 entstandene Briefroman Arme Leute.[16] Dmitri Grigorowitsch, mit dem er seit der Studienzeit befreundet war und seit 1844 auch die Wohnung teilte, reichte das Manuskript an seinen Bekannten Nikolai Nekrassow weiter, über den es zum einflussreichen Kritiker Wissarion Belinski gelangte.[31] Nekrassow und Grigorowitsch machten Dostojewski mit Awdotja und Iwan Panajew bekannt, in deren Salon er aus seinem Werk erstmals vor Fachpublikum vorlas.[32] Nekrassow veröffentlichte den Roman am 15. Januar 1846 in seiner Zeitschrift Peterburger Anthologie. Arme Leute wurde ein enormer Erfolg.[33] Es war das erste Werk in der russischen Literatur, das Menschen in Armut und Elend mit der ganzen Zartheit und Komplexität ihrer Gefühle und ihres Leidens porträtierte. Die russische Intelligentia begrüßte es enthusiastisch.[34]

Dostojewskis Förderer Belinski war Vertreter eines atheistischen Sozialismus und warb bei seinem 24-jährigen Protégé erfolgreich für die Lektüre von Cabet, Leroux, Proudhon und Feuerbach.[35] In der Zeitschrift Vaterländische Annalen veröffentlichte er Anfang Februar 1846 auch Dostojewskis Novelle Der Doppelgänger. Die Begeisterung, die Belinski und seine Freunde für den Debütroman gezeigt hatten, war jedoch schon wieder verflogen; das zweite Werk nahmen sie weitaus kühler auf.[36] Dostojewski fühlte sich im Belinski-Kreis bald offen abgelehnt.[37] Zuflucht fand er im Kreis von Nikolai Beketow, der Charles Fourier und dem utopischen Sozialismus nahestand.[38] Bei den Brüdern Betekow lernte er die Brüder Maikow und Alexei Nikolajewitsch Pleschtschejew kennen, deren Gedichte Pjotr Iljitsch Tschaikowski später vertonte. Mit ihnen besuchte Dostojewski vom Winter 1846/47 an Treffen des Kreises von Michail Petraschewski.[39]

Vom Herbst 1846 bis zum Frühjahr 1849 veröffentlichte er eine Reihe kleinerer Prosaarbeiten: Herr Prochartschin, Eine Novelle in neun Briefen, Die Wirtin, Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett, Das schwache Herz, Polsunkow, Der ehrliche Dieb, Weihnachtsbaum und Hochzeit und Weiße Nächte. Die meisten dieser Erzählungen erschienen in den Vaterländische Annalen.[40] Im Frühjahr 1849 kamen dort auch die ersten Teile von Dostojewskis Roman Njetotschka Neswanowa heraus.[41]

Verhaftung und Prozess

Für die Scheinhinrichtung wurden die Verurteilten in Dreiergruppen eingeteilt. Dostojewski, Pleschtschejew und Durow bildeten die (im Bild nicht dargestellte) zweite Gruppe.

Das Werk blieb unvollendet. Dostojewski wurde in den frühen Morgenstunden des 23. April 1849 verhaftet.[42] Das Innenministerium hatte die Petraschewzen durch einen Agent Provocateur, Pjotr Antonelli, auskundschaften lassen.[43] Die Niederschlagung der Gruppe war eine Reaktion auf die Europäischen Revolutionen von 1848/1849; die Behörde wollte verhindern, dass sich die Erhebungen bis nach Russland ausdehnten.[44] Mit Dostojewski waren 14 weitere Petraschewzen in der Peter-und-Paul-Festung für Staatsverbrecher inhaftiert worden.[45] Im Gefängnis schrieb Dostojewski die Erzählung Ein kleiner Held, die erst 1857 veröffentlicht wurde.[46] Vor dem Militärgericht wurde Dostojewski vorgeworfen, an Treffen der Petraschewzen teilgenommen und Belinskis berüchtigten Brief an Gogol vorgelesen zu haben, in dem Autokratie, Leibeigenschaft und Religion scharf angegriffen wurden.[47] Alle Angeklagten wurden zum Tode verurteilt.[48] Dostojewski war 28 Jahre alt.

Die Exekution am 22. Dezember 1849 auf dem Paradeplatz der Semjonowski-Garde erwies sich als Scheinhinrichtung.[49] Die Verurteilten wurden in weiße Leichenkittel und Kappen eingekleidet; als die ersten drei (Petraschewski, Speschnjeff, Mombelli) bereits an den Pflöcken festgebunden waren, wurde ein Erlass verlesen, den das Generalauditoriat dem Zaren bereits am 19. November vorgelegt hatte. Es empfahl, Dostojewski „… alle Vermögensrechte abzusprechen und ihn für acht Jahre zur Zwangsarbeit in Festungshaft zu schicken.“ Zar Nikolaus vermerkte unter dem Urteilsentwurf: „Für vier Jahre. Danach gemeiner Soldat.“[50] Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig schildert die Empfindungen Dostojewskis während dieses Ereignisses in einem Kapitel seines Buchs Sternstunden der Menschheit in lyrischer Form.

Straflager und Militärdienst

Das Exemplar des Neuen Testaments, das Dostojewski ins Straflager mitnehmen durfte. Es war seine einzige Lektüre.[51]

Arbeitslager

Dostojewski trat die über 3000 km weite Reise nach Sibirien am 24. Dezember 1849 an.[52] Im Arbeitslager, der Omsker Katorga, traf er am 23. Januar 1850 ein. Die politischen Häftlinge waren zusammen mit gewöhnlichen Straftätern untergebracht. Die Bedingungen, unter denen die Männer untergebracht und gehalten wurden, waren sehr dürftig. Dostojewski wurde während seiner gesamten Haftzeit in Ketten gehalten. Er durfte nicht schreiben, verbrachte aber einige Zeit in der Krankenstation, wo er heimlich ein Notizbuch führen konnte.[53]

Der Revolutionsidee und seinen früheren politischen Überzeugungen schwor Dostojewski während der Gefangenschaft und des anschließenden Militärdienstes vollständig ab.[54] Sein Leben lang hielt er jedoch am Ideal eines christlichen Sozialismus fest, d. h. an der Idee, dass Menschlichkeit durch ihre spirituelle Kraft ein Paradies auf Erden schaffen könne.[55]

Militärdienst

Zu den Freunden, die Dostojewski (rechts) in der Verbannung fand, gehörte auch der kasachische Gelehrte Schokan Walikhanow (links). Foto von 1858.

Am 15. Februar 1854 wurde er aus der Katorga entlassen. Aus gesundheitlichen Gründen blieb er in Omsk noch bis Mitte März und reiste dann ins kasachische Semipalatinsk, wo er sich dem 7. Sibirischen Linienbataillon anschließen musste. Weil sich Freunde für ihn einsetzten, brauchte er nicht in der Kaserne zu wohnen. Vom Frühjahr 1855 an teilte er sich eine Datsche mit Alexander Wrangel, einem einflussreichen neuen Freund, der Dostojewski in die bessere Gesellschaft des Ortes einführte; dank Wrangels Hilfe wurde Dostojewski im November 1855 auch zum Offizier befördert.[56] Im Frühjahr 1856 erreichte Wrangel sogar, dass Dostojewski wieder erlaubt wurde, literarische Arbeiten zu veröffentlichen.[57]

Bereits 1854 hatte Dostojewski die Familie Issajew kennengelernt. Nachdem Alexander Issajew 1855 gestorben war, warb Dostojewski um Marija Issajewas Hand. Sie willigte schließlich ein, und am 6. Februar 1857 wurde das Paar in Kusnezk, wo Marija zu diesem Zeitpunkt lebte, getraut. Marija brachte ihren 9-jährigen Sohn Pawel mit in die Ehe. Auf der Heimreise nach Semipalatinsk, wo das Paar sich dann niederließ, erlitt Dostojewski seinen ersten schweren epileptischen Anfall und bekam erstmals auch die Diagnose Epilepsie gestellt.[58] Unter auffälligen Symptomen wie Bewusstseinsverlusten hatte er bereits in St. Petersburg gelitten und im Mai 1846 deswegen einen Arzt, Stepan Janowski, konsultiert.[59]

Am 18. April 1857 erhielt Dostojewski seine Bürgerrechte zurück.[60] Auch zu schreiben begann er wieder. 1858 entstanden die Novellen Onkelchens Traum und Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner.[61] Danach schrieb er die Prosaarbeit Aufzeichnungen aus einem Totenhaus und den Roman Erniedrigte und Beleidigte.[62] Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich so sehr, dass er am 18. März 1859 aus dem Militärdienst entlassen wurde. Er durfte in den europäischen Teil Russlands zurückkehren; allerdings war es ihm verboten, sich in St. Petersburg oder Moskau niederzulassen. Er wurde unter Polizeiaufsicht gestellt. Im Juli siedelte er nach Twer über.[63]

Sankt Petersburg

Dostojewski, 1859

Nachdem er selbst[64] und Freunde[65] Petitionen an den neuen Zaren geschrieben hatten, durfte Dostojewski Mitte Dezember 1859 schließlich von Twer nach St. Petersburg zurückkehren.[66] Nach dem Tode Nikolaus’ I. hatte sich das politische Klima stark verändert: Die Presse konnte freier arbeiten; 1861 wurde die Leibeigenschaft abgeschafft.[67] Die Arbeiten, die Dostojewski in der Verbannung geschrieben hatte, wurden gedruckt, zuerst Onkelchens Traum in der Zeitschrift Russki Mir (März 1859). Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner brachte Dostojewski nur mit Mühe in den Vaterländischen Annalen unter (Ende 1859).[68] Von September 1860 bis Anfang 1861 erschienen in der Zeitschrift Russki Mir die Einleitung und die ersten vier Kapitel der Aufzeichnungen aus einem Totenhaus; die Veröffentlichung der folgenden Kapitel scheiterte jedoch an der Zensur.[69] Die „Aufzeichnungen“ waren die erste Arbeit in der russischen Literaturgeschichte, die vom Leben der Häftlinge und ihrem Kampf um elementare Würde in einem brutalen, menschenverachtenden Umfeld in den sibirischen Strafkolonien handelte.[70]

Zeitschriften: Wremja und Epocha

Dostojewskis Bruder Michael hatte die Umbruchstimmung Ende der 50er Jahre genutzt, um die Konzession für eine neue Zeitschrift zu erlangen.[71] Er bat Dostojewski um einen Beitrag für die neue Zeitschrift, den Dostojewski ihm noch aus der Verbannung versprach.[72] Anfang 1861[73] erschien die Monatsschrift, Wremja, in der von Januar bis Juli sein Roman Erniedrigte und Beleidigte veröffentlicht wurde.[74] Vom Herbst 1861 bis Ende 1862 publizierte er hier nach und nach auch den gesamten Text der Aufzeichnungen aus einem Totenhaus[75] und ebenfalls 1862 die kleine Erzählung Eine dumme Geschichte.[76]

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Die Spielhallen in Wiesbaden (oben) und in Baden-Baden (unten). Beide besuchte Dostojewskis erstmals 1862.[77]

1862 ging es Dostojewski finanziell so gut, dass er sich seine erste Auslandsreise erlauben konnte. Sie begann am 7. Juni 1862 und führte ihn über Deutschland und Belgien nach Paris, wo er zwei Wochen blieb und die Gelegenheit auch nutzte, um gute Ärzte zu konsultieren.[78] Im Juli war er in London, wo er Alexander Herzen und Wikipedia:Michail Alexandrowitsch Bakunin[79] traf und das neu errichtete und erweiterte Gebäude der ersten Weltausstellung – den Kristallpalast – besichtigte.[80] Gemeinsam mit Nikolai Strachow bereiste er anschließend die Schweiz und Oberitalien.[81] Auf dieser Reise lernte er das Roulettespiel kennen,[82] das in Russland wie alle Glücksspiele streng verboten war.

Am 14. September 1862 kehrte Dostojewski zurück nach Sankt Petersburg und schrieb ‒ von der Reiseerfahrung angeregt ‒ einen Essay Winterliche Aufzeichnungen über sommerliche Eindrücke, der im folgenden Februar in Wremja erschien. Er schilderte darin auch den Abscheu, den er gegenüber dem Materialismus europäischer Städte – besonders in London – empfunden hatte.[83] Nachdem Strachow für Wremja einen Artikel über das russisch-polnische Verhältnis geschrieben hatte, den die Zensur als regierungskritisch empfand, wurde die Zeitschrift am 24. Mai 1863 verboten.[84]

Dostojewski in Paris (1863)

Vermutlich bereits im Winter hatte Dostojewski eine Liebesbeziehung mit der jungen Polina Suslowa begonnen.[85] Von August bis Oktober 1863 unternahm er seine zweite Auslandsreise, die wieder nach Paris führte, wo er sich diesmal mit Suslowa traf. Sie begleitete ihn nach Baden-Baden, wo er die Spielbank besuchte.[86] Im November 1863 zog Dostojewski mit seiner an Tuberkulose erkrankten Frau nach Moskau, um sie dort ärztlich behandeln zu lassen.[87]

Im Januar 1864 gründete er, wieder zusammen mit seinem Bruder Michail, das Monatsblatt Epocha, das die Nachfolge der verbotenen Wremja antreten sollte. Dostojewski startete die Zeitschrift am 21. März mit der ersten Folge seiner Prosaarbeit Aufzeichnungen aus dem Kellerloch.[88] Er führte darin Tschernyschewskis Idee eines „vernünftigen Egoismus“ ad absurdum.[89] Walter Kaufmann nannte das Buch später „die beste Ouvertüre zum Existenzialismus, die jemals geschrieben worden ist“.[90] Literarisch weist Orhan Pamuk auf die Bedeutung der Novelle für die folgenden Werke hin.[91] Am 15. April starb seine Ehefrau und am 22. Juli überraschend auch der 43-jährige Michail; Dostojewski willigte ein, seine Witwe und die Kinder zu ernähren.[92] Epocha hatte nie den kommerziellen Erfolg von Wremja erreicht und war hoch verschuldet. Im Juni 1865 musste Dostojewski den Betrieb einstellen; die satirische Erzählung Das Krokodil, die er im Februar zu veröffentlichen begonnen hatte, blieb unvollendet.[93] Anschließend reiste Dostojewski ein drittes Mal in den Westen, wo er, wiederum in Gesellschaft von Polina Suslowa, in Wiesbaden Ende Juli 3000 Rubel verspielte.[94]

Sechs große Romane

Schuld und Sühne

Vorlage für den Wohnblock, in dem Raskolnikow gelebt hat, war das in der Nähe von Dostojewskis Wohnung gelegene Haus an der Ecke Grazhdanskaja und Stoliarnyj.[95]

Bereits seit 1864 hatte Dostojewski sich mit seinem nächsten Werk, Schuld und Sühne, beschäftigt. Der Roman erschien von Januar bis Dezember 1866 in der Monatsschrift Russki Westnik und 1867 in Buchform; beim Publikum war er ebenso erfolgreich wie bei der Kritik.[96] Schuld und Sühne erzählt die Geschichte des Studenten Rodion Raskolnikow, der aus Hochmut in dauerndem Geldmangel zum Mörder einer Verleiherin wird, im Straflager und durch die Liebe einer Frau aber zu einer neuen ethischen Grundhaltung findet. Es war der erste der großen Ideenromane, die im Zentrum von Dostojewskis Schaffen stehen. Alle behandeln die Auswirkung der Wirklichkeit auf die heranwachsende Generation; ihr Anliegen war eine Diagnose der Gegenwart, d. h. der Jahre 1865–1875, die in Russland von einem fundamentalen geistigen Umbruch geprägt waren.[97]

Der Spieler

1866 begann Dostojewski parallel zur Arbeit an „Schuld und Sühne“ den deutlich kürzeren Roman Der Spieler. Dostojewski hatte sich im Juni 1865 nach dem Zusammenbruch der Zeitschrift „Epocha“ in einer finanziell ausweglosen Situation befunden. Um weitere 3.000 Rubel aufzutreiben, schloss er mit dem Verleger Stellowski einen Vertrag, der ihn u. a. verpflichtete, bis zum 31. Oktober 1866 einen Roman mit einem Umfang von mindestens zehn Druckbögen abzuliefern.[98] Nachdem er ein Jahr für diesen Roman noch keine Zeile geschrieben hatte, engagierte er in letzter Minute am 4. Oktober eine Stenographin, die 20-jährige Anna Snitkina, mit deren Hilfe er den Roman pünktlich ablieferte. Der Spieler war Dostojewskis einziger Roman, der nicht als Feuilletonroman erschien. Stellowski war Buchhändler und bereitete die erste Gesamtausgabe von Dostojewskis Werk vor, die den kurzen Roman als Bonustext enthalten sollte.[99] Dostojewski und Snitkina kamen sich durch die Arbeit nahe. Am 8. November machte er ihr einen Heiratsantrag.[100] Die Trauung fand am 15. Februar 1867 in der Dreifaltigkeitskathedrale statt.[101]

Der Idiot

Anna Grigorjewna Dostojewskaja, geb. Snitkina, 1871

Dostojewski konnte mit Geld nicht umgehen, hatte Schulden und eine Anzahl von Verwandten, die versorgt werden wollten. Anna wollte die Kontrolle über das Geld selbst in die Hand nehmen und war überzeugt, dass dies leichter gelingen würde, wenn sie eine Zeitlang außer Landes gingen; geplant waren zunächst drei Monate. Um die Reise zu finanzieren, verpfändete sie ihre Mitgift. Kurz vor der Abreise stellten zwei der Gläubiger Forderungen. Das Paar beschloss, so lange im Ausland zu bleiben, bis Dostojewski sich durch neue Arbeiten finanziell besser stellte. Die Reise begann am 14. April 1867 und führte zunächst nach Dresden. Wieder jedoch zog es Dostojewski zum Roulettespiel nach Homburg vor der Höhe und Baden-Baden, wo er erneut Geld verlor.[102] In Baden-Baden überwarf er sich obendrein mit Turgenew, der ihn bis dahin gelegentlich unterstützt hatte.[103] Über Basel reiste das Paar Mitte August weiter nach Genf, wo Anna am 5. März 1868 Sonja zur Welt brachte, die bereits nach drei Monaten verstarb.[104]

Das Haus, in dem die Dostojewskis in Vevey wohnten

Bereits seit dem Sommer 1867 hatte Dostojewski den Plan für einen neuen Roman, Der Idiot.[105] Mit dem Schreiben begann er in Genf, der größte Teil entstand aber in Vevey, wo das Paar sich im Mai 1868 niederließ.[106] Von Januar 1868 an erschien der Roman in Fortsetzungen in Russki Westnik.[107] Spätere Teile entstanden in Mailand und in Florenz, wo Dostojewski das Werk im Januar 1869 abschloss.[108] Das gedankliche Experiment, das er in Der Idiot durchführte, bestand darin, einen „vollkommen guten und schönen Menschen“ – den jungen Fürsten Myschkin – nach einem langen Auslandaufenthalt in die zeitgenössische russische Umwelt zu stellen, was nach einer komplizierten Handlung natürlich im größtmöglichen Debakel endet.[109] Wie all seinen Arbeiten war auch diesem Roman eine hohe Intertextualität zu eigen: mit seinem Porträt eines „guten Menschen“ verwies Dostojewski ausgiebig nicht nur auf das Neue Testament und die Christus-Deutungen von Ernest Renan und David Friedrich Strauß, sondern auch die Helden von Miguel de Cervantes, Charles Dickens und Victor Hugo.[110]

Die Dämonen

Eine Seite aus dem Manuskript des Romans Die Dämonen

Von Mitte August 1869 bis Ende 1870 lebten Anna und Fjodor Dostojewski in Dresden.[111] Am 26. September 1869 kam die Tochter Ljubow Fjodorowna zur Welt, die später Schriftstellerin wurde.[112] Kurz zuvor hatte er mit dem Schreiben der Novelle Der ewige Gatte begonnen, die er im Dezember abschloss und Anfang 1870 in Strachows Zeitschrift Saria veröffentlichte.[113]

In Moskau ereignete sich am 21. November 1869 der Mord an Iwan Iwanow, einem Studenten, der der Narodnaja Rasprawa angehörte, einer von Sergei Netschajew gegründeten revolutionären Untergrundorganisation. Umgebracht hatten ihn, nach einer Meinungsverschiedenheit, seine eigenen Kampfgenossen.[114] Der Vorfall, von dem man auch in Dresden erfuhr, regte Dostojewskis Fantasie enorm an; er sah den Nihilisten Netschajew als ideologischen Abkömmling des liberalen Denkers, der er selbst in den 1840er Jahren gewesen war. Netschajew, der offenbar bereit war, für die Revolution die scheußlichsten Verbrechen zu begehen, bestätigte in dieser Hinsicht Dostojewskis schlimmste Erwartungen, worauf die materialistische und atheistische Position Tschernyschewskis ‒ konsequent zu Ende gedacht ‒ hinauslief. Aus diesen Überlegungen entstand der nächste große Roman, Die Dämonen, an dem Dostojewski vom Dezember 1869 bis November 1872 arbeitete.[115] Er erschien in Fortsetzungen in Russki Westnik von Januar 1871 bis Dezember 1872.[116]

Nach Aufzeichnungen aus dem Kellerloch und Schuld und Sühne waren Die Dämonen Dostojewskis dritte und letzte anti-nihilistische Arbeit.[117] Seine Diagnose der geistigen Situation der Zeit erreichte hier den Tiefpunkt an Hoffnungslosigkeit.[118] Aus dem Mord entwickelte Dostojewski in diesem Roman das verzwickte und surrealistische Szenario einer aus den Fugen geratenen Welt, an der fast alle Beteiligten früher oder später verzweifeln. Mit der komplex angelegten Hauptfigur Stawrogin, einem amoralischen, jenseits von Gut und Böse agierenden Übermenschen, hat Dostojewski ein dunkles Gegenstück zu dem Christus-gleichen Fürst Myschkin geschaffen. Klar ist die ideengeschichtliche Genealogie herausgearbeitet, die die aufgeklärte Generation der 1840er Jahre als die Ziehväter der Nihilisten der 1860er Jahre benennt.[119] Andererseits kommt gerade Stepan Werchowjenski ‒ im Roman der wichtigste Repräsentant der 1840er ‒ Dostojewskis Ideal des christlichen Sozialismus sehr nahe.[120]

Im April 1871 fuhr Dostojewski ein letztes Mal nach Wiesbaden zum Glücksspiel.[121] Im Juli erhielt er 1000 Rubel Vorschuss für Die Dämonen, was es ihm ermöglichte, mit seiner Familie nach Sankt Petersburg zurückzukehren.[122] Wenige Tage nach der Ankunft, am 16. Juli 1871, wurde der Sohn Fjodor geboren.[123] Das Manuskript für den Roman Die Dämonen schloss Dostojewski im November 1872 ab.[124] Er erschien in Fortsetzungen in Russki Westnik von Januar 1871 bis Dezember 1872.[116]

Der Jüngling

Dostojewski (links) während seiner kurzen Haft im Wachhaus am Sennaja-Platz, 21.‒23. März 1874

Seit er wieder in Sankt Petersburg lebte, hatte Dostojewski die Freundschaft einiger einflussreicher Persönlichkeiten gewonnen, darunter die von Konstantin Pobedonoszew, der später die „graue EminenzAlexanders III. wurde. Pobedonoszew verhalf Dostojewski im März 1878 zu einer Einladung zum Wohnsitz des Zaren, wo er mit dessen Söhnen, Sergei und Pawel, mehrere Lehrgespräche führen durfte.[125] Freundschaften schloss Dostojewski auch mit dem jungen Philosophen Wladimir Solowjow und mit Sofja Andrejewna Tolstaja, der Witwe des Dichters Wikipedia:Alexei Konstantinowitsch Tolstoi.

Fürst Wladimir Meschtscherski vertraute Dostojewski Anfang 1873 die Schriftleitung seiner konservativen Wochenzeitung Graschdanin an. In unregelmäßigen Abständen veröffentlichte Dostojewski darin die Kolumne Tagebuch eines Schriftstellers, die sich mit einer großen Bandbreite politischer, religiöser und philosophischer Themen beschäftigte und die in ihrer Zeit äußerst populär war, im 20. Jahrhundert wegen Dostojewskis antisemitischer Position aber auch Kritik fand. In der sechsten Ausgabe des Jahrgangs 1873 erschien hier auch seine kleine Erzählung Bobok.

Nachdem Dostojewski wegen eines Verstoßes gegen Zensurbestimmungen zwei Tage im Gefängnis verbracht hatte, schied er im April 1874 aus dem Graschdanin aus. Bereits seit Februar bereitete er einen neuen großen Roman vor, Der Jüngling, und begann Anfang November mit der Niederschrift. Seine Analyse der russischen Wirklichkeit entwickelte er darin an einem ichbezogenen jungen Mann, Arkadij Dolgorukij, der alles daran setzt, Geld, gesellschaftliche Macht und darüber unbegrenzte persönliche Autonomie zu erlangen. Die Petersburger Welt aus Bürgern und Adligen, in der Arkadij sich bewegt, erweist sich dabei als aus der Ordnung geraten und moralisch verkommen. Zentrales Element des Romans ist das sich allmählich entwickelnde Verhältnis Arkadijs zu seinem leiblichen Vater, um den seine Gedanken und Sehnsüchte kreisen. Der Roman erschien von Januar 1875 an in den Vaterländischen Annalen.

Das Haus der Dostojewskis in Staraja Russa

Bereits seit 1872 verbrachten die Dostojewskis jeden Sommer in dem Kurort Wikipedia:Staraja Russa. Am 10. August 1875 wurde dort der Sohn Alexei („Aljoscha“) geboren. 1876 erwarb Dostojewski in Staraja Russa auch ein kleines Haus. Da er an einem Lungenemphysem erkrankt war, hatte er zu Therapiezwecken schon seit 1874 mehrfach Bad Ems besucht.

Die Brüder Karamasow

Dostojewski, 1876

Im Januar 1876 begann Dostojewski das Tagebuch eines Schriftstellers, das nach seinem Ausscheiden bei Graschdanin nicht mehr erschienen war, auf eigene Rechnung zu verlegen.[126] Im November 1876 veröffentlichte er im Tagebuch seine Novelle Die Sanfte und im April 1877 im Graschdanin die Erzählung Der Traum eines lächerlichen Menschen.[127]

Den Sommer 1877 verbrachte die Familie in Mali Prikol bei Kursk, wo Annas Bruder Iwan einen Landsitz besaß.[128] Am 16. Mai 1878 verstarb überraschend das jüngste Kind, der knapp dreijährige Aljoscha.[129] Außer sich vor Schmerz pilgerte Dostojewski im Juni zum Optina-Kloster bei Koselsk, wo er Trost beim Starez Amwrosi suchte; seine Eindrücke von diesem Mann hat Dostojewski später in seinem Roman Die Brüder Karamasow für die Figur des Starez Sosima verwendet. Mit den Notizen für diesen Roman hatte er schon im April begonnen; Anfang November 1880 schloss er ihn ab. Der Roman Die Brüder Karamasow, der umfangreichste unter Dostojewskis Romanen, ist durch die immense Anzahl von Figuren und die vielen Handlungsstränge, in denen Dostojewski sämtliche Ideen und Menschenentwürfe, die ihn bis dahin bewegt hatten, erneut behandelte, hochkomplex. Die zentralen Fragen, die von den Protagonisten auf jeweils eigene Weise beantwortet werden, sind die nach der Existenz Gottes und dem Sinn des Lebens. Das Sujet ist kriminalistisch: Fjodor Karamasow, ein liederlicher Greis, wird von seinen äußerst unterschiedlichen vier Söhnen gehasst und in Gedanken getötet. Nach seiner Ermordung sind zwei von ihnen tatverdächtig, aber die beiden anderen fühlen sich moralisch mitverantwortlich. Die künstlerische Anthropologie Dostojewskis erreicht hier ihren Höhepunkt, was Sigmund Freud zu dem Urteil veranlasst hat, dies sei „der großartigste Roman, der je geschrieben wurde“. Publiziert wurde der Roman in vielen Folgen von Januar 1879 bis November 1880 in Russki Westnik.

Die letzten Lebensjahre

Dostojewski auf dem Totenbett, Zeichnung von Iwan Kramskoi, 29. Januar 1881

In seinen letzten Lebensjahren, in denen er zunehmend krank war, wurden Dostojewski viele Ehrungen zuteil. Als im November 1877 Nikolai Nekrassow starb, hielt Dostojewski die Trauerrede. Am 2. Dezember 1878 wurde er zum Korrespondenzmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Am 3. Februar 1880 wählte die Slawische Wohltätigkeitsgesellschaft in Sankt Petersburg ihn zu ihrem Vizepräsidenten. Anlässlich der Einweihung eines Puschkin-Denkmals hielt Dostojewski am 8. Juni 1880 eine Rede über den Dichter, in der er Puschkin als Propheten des Russentums feierte.

Dostojewskis gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich rapide. Vom 7. Februar 1881 an erlitt er Lungenblutungen, die am Abend des 9. Februar (im julianischen Kalender: 28. Januar) zu seinem Tode führten.

An der Trauerprozession, die am 12. Februar von Dostojewskis Wohnung über den Newski-Prospekt zur Kirche des Alexander-Newski-Klosters führte, nahmen Zehntausende von Menschen teil. Die Beerdigung, bei der Solowjow die Rede hielt, fand einen Tag später auf dem zum Kloster gehörigen Tichwiner Friedhof statt. Sein Grabstein trägt als Inschrift das Christuswort:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“

Neues Testament: (Johannes 12,24 LUT)

Siehe auch

Dostojewskis Werke

Romane

Novellen

  • (1846) Der Doppelgänger (Двойник, Dvojnik)
  • (1847) Eine Novelle in neun Briefen (Роман в девяти письмах, Roman v devjati pis’mach)
  • (1847) Die Wirtin (Хозяйка, Chozjajka)
  • (1848) Das schwache Herz (Слабое сердце, Slaboje serdce)
  • (1848) Weihnachtsbaum und Hochzeit (Ёлка и свадьба, Ëlka i svad’ba)
  • (1848) Weiße Nächte (Белые ночи, Belye noči)
  • (1859) Onkelchens Traum (Дядюшкин сон, Djaduškin son)
  • (1859) Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner (Село Степанчиково и его обитатели, Selo Stepančikovo i ego obitateli)
  • (1864) Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (Записки из подполья, Zapiski iz podpolʹja)
  • (1870) Der ewige Gatte (Вечный муж, Večnyj muž)
  • (1876) Die Sanfte (Кроткая, Krotkaja)

Erzählungen

Aktuelle Gesamtausgaben

Russisch:

  •  Polnoe sobranie sočinenij. V tridcati tomach (Полное собрание сочинении в тридцати томах). Izdat. Nauka, Leningrad, ISBN 5-02-027952-8 (1972–1990, Sämtliche Werke in dreißig Bänden).

Deutsch:

  •  Sämtliche Romane und Erzählungen. 13 Bände, Aufbau, Berlin 1994, ISBN 3-351-02300-6.
  •  Sämtliche Werke. 10 Bände, Piper, München 2008, ISBN 978-3-492-25265-2 (Deutsch von E. K. Rahsin).
  •  Sämtliche Werke. 37 Bände auf einem USB-Stick inkl. Tagebücher. anker-eBooks, 2011, ISBN 978-3-942963-00-8 (digitale Ausgabe).

Literatur über Dostojewski

Nachschlagewerke

Fachzeitschriften

  •  Materialy i issledovanija (MiI). „Offizielles Fachblatt“ der sowjetischen Dostojewski-Forschung. (seit 1974).
  •  The Dostoevsky Journal. An Independent Review. Charles Schlacks, Idyllwild, CA, ISSN 1521-1975 (seit 2000, dostoevskyjournal.com).
  • International Dostoevsky Society (Hrsg.): Dostoevsky Studies. Band 1–9, University of Toronto, 1980–1988 (utoronto.ca (Memento vom 21. Dezember 2013 im Internet Archive)).
  •  Dostoevsky Studies – The Journal of the International Dostoevsky Society. New Series Band 1–16, Attempto, Tübingen, ISSN 1013-2309 (seit 1998).
  •  Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft. Otto Sagner, München / Berlin / Washington D.C., ISSN 1437-5265 (seit 1993).

Biografien

Zum Einstieg

  •  Vitali Konstantinov: FMD: Leben und Werk von Dostojewski. Knesebeck, München 2016, ISBN 978-3-86873-850-6.
  •  Ulrike Elsässer-Feist: Fjodor M. Dostojewski. Brockhaus, München 1991, ISBN 3-417-21110-7.
  •  Janko Lavrin: Dostojewski (= Rowohlts Monographien). 29. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2010, ISBN 978-3-499-50088-6.
  •  Zenta Mauriņa: Dostojewskij. Menschengestalter und Gottsucher. Maximilian Dietrich, 1997 (Originaltitel: Dostojevskis, 1931), ISBN 978-3-87164-100-8.

Zum genauen Studium

  •  Nina Hoffmann: Th. M. Dostojewsky. Ernst Hofmann & Co., Berlin 1899.
  •  Julius Meier-Graefe: Dostojewski Der Dichter. Ernst Rowohlt, Berlin 1926.
  •  Geir Kjetsaa: Dostojewski. Heyne, 1993 (Originaltitel: Fjodor Dostojevskij, et dikterliv, 1985, übersetzt von Astrid Arz), ISBN 3-453-03530-5.
  •  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967 (Originaltitel: Достоевский: Жизнь и творчество, Paris 1947), ISBN 0-691-06027-4.
  •  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, 2009, ISBN 978-0-691-12819-1 (Kompaktversion des 5-bändigen Werkes).
  • Joseph Frank: Dostoevsky, Princeton University Press.
    5 Bände:  The Seeds of Revolt, 1821–1849. 1976, ISBN 0-86051-015-8.;  The Years of Ordeal, 1850–1859. 1983, ISBN 0-86051-242-8.;  The Stir of Liberation, 1860–1865. 1986;  The Miraculous Years, 1865–1871. 1995;  The Mantle of the Prophet, 1871–1881. 2002
  •  Horst-Jürgen Gerigk: Dostojewskijs Entwicklung als Schriftsteller. Vom „Toten Haus“ zu den „Brüdern Karamasow“. Fischer Taschenbuch Verlag, 2013, ISBN 978-3-596-90558-4.

Religion und Philosophie

In deutscher Sprache:

  •  Nikolai Berdjajew: Die Weltanschauung Dostojewskis. C.H. Becksche, München 1924 (Originaltitel: Миросозерцание Достоевского).
  •  Maximilian Braun: Dostojewski. Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit. Vandenhoek & Ruprecht, 1976, ISBN 3-525-01210-1.
  •  Eugen Drewermann: Daß auch der Allerniedrigste mein Bruder sei. Dostojewski – Dichter der Menschlichkeit. Walter Verlag, Zürich 1998, ISBN 3-530-40048-3.
  •  Fedor Stepun: Dostojewski. Weltschau und Weltanschauung. Carl Pfeffer Verlag, Heidelberg 1950.
  •  Frank Thiess: Dostojewski. Realismus am Rande der Transzendenz. Seewald Verlag, Stuttgart 1971.

Englisch:

  •  Wil van den Bercken: Christian Fiction and Religious Realism in the Novels of Dostoevsky. Anthem Press, 2011, ISBN 978-0-85728-976-6.
  •  Steven Cassedy: Dostoevsky’s Religion. Stanford University Press, 2005, ISBN 978-0-8047-5137-7.
  •  George Pattison, Diane Oenning Thompson (Hrsg.): Dostoevsky and the Christian Tradition. Cambridge University Press, 2001, ISBN 978-0-521-78278-4.
  •  James Patrick Scanlan: Dostoevsky the Thinker. Cornell University Press, 2002, ISBN 978-0-8014-7670-9.
  •  Rowan Williams: Dostoevsky, Language, Faith and Fiction. Baylor University Press, 2008, ISBN 978-1-84706-425-7.
  •  René Girard: Resurrection From The Underground: Feodor Dostoevsky. The Crossroad Publishing Company, New York 1997, ISBN 0-8245-1608-7.

Literaturwissenschaftliche Perspektive

  •  Michail Bachtin: Probleme der Poetik Dostojewskis. Ullstein, 1988, ISBN 3-548-35228-6., erstmals 1929
  •  Rudolf Neuhäuser: Fjodor M. Dostojewskij. Leben – Werk – Wirkung. 15 Essays. Böhlau, Wien 2013, ISBN 978-3-205-78925-3.
  •  Malcolm V. Jones, Garth M. Terry: New essays on Dostoyevsky. Cambridge University Press, 2010.
  •  Rudolf Neuhäuser: F. M. Dostojevskij: Die großen Romane und Erzählungen. Interpretationen und Analysen. Böhlau, Wien, Köln, Weimar 1993, ISBN 3-205-98112-X.

Rezeption und Wirkung

  •  Olga Caspers: Ein Schriftsteller im Dienst der Ideologie. Zur Dostoevskij-Rezeption in der Sowjetunion. Otto Sagner, München, Berlin, Washington D.C. 2012, ISBN 978-3-86688-159-4.
  •  Horst-Jürgen Gerigk: Dostojewskij, der vertrackte Russe. Die Geschichte seiner Wirkung im deutschen Sprachraum. Attempto, Tübingen 2000.
  •  Dostojevskij und die Literatur. Vorträge zum 100. Todesjahr des Dichters auf der 3. internationalen Tagung des „Slavenkomittees“ in München. Böhlau, Köln Wien 1983, ISBN 3-412-10882-0, S. 505.
  •  Horst-Jürgen Gerigk: Ein Meister aus Russland. Beziehungsfelder der Wirkung Dostojewskijs. Vierzehn Essays. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8253-5782-5.

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Fjodor Dostojewski - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Deutschsprachige Seiten

Einzelnachweise

  1.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 365.
     Stefan Zweig: Drei Meister. Balzac – Dickens – Dostojewski. Insel Verlag, Leipzig 1922, S. 113 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Steven G. Marks: How Russia Shaped the Modern World. From Art to Anti-Semitism, Ballet to Bolshevism. Princeton University Press, Princeton, NJ 2003, ISBN 0-691-09684-8, S. 100 (books.google.de).
  2.  Geir Kjetsaa: Dostojewskij: Sträfling – Spieler – Dichterfürst. VMA, Wiesbaden 1992, ISBN 978-3-928127-02-8, Vorwort.
  3.  Anton Seljak: Ivan Turgenevs Ökonomien. Eine Schriftstellerexistenz zwischen Aristokratie, Künstlertum und Kommerz. Pano, Zürich 2004, ISBN 3-907576-65-9.
  4.  Andreas Guski: „Geld ist geprägte Freiheit“ – Paradoxien des Geldes bei Dostoevskij. In: Dostoevsky Studies. 16, Narr, Tübingen 2012, ISSN 1013-2309, S. 7–57.
     Christian Kühn: Dostojewskij und das Geld. In: Deutsche Dostojewskij-Gesellschaft. 11, Clasen, Flensburg 2004, ISSN 1437-5265, S. 111–138.
  5. Dostojewski. In: Enzyklo.de Deutsche Enzyklopädie. Abgerufen am 17. September 2014.
  6. Andreas Kappeler: Rußland als Vielvölkerreich: Entstehung – Geschichte – Zerfall, S. 72.
     Neil Heims: Biography of Fyodor Dostoevsky. In: Fyodor Dostoevsky. Chelsea House, Langhorne, Pennsylvania 2005, ISBN 0-7910-8117-6, S. 9 f. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA).
     Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 108.
    Detaillierte Informationen zu Dostojewskis Genealogie bietet die Webseite: Fjodor Michailowitsch Dostojewski bei Rodovid. Abgerufen am 2013-12-11.
  7.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 106 f.
  8.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 80 f., 108.
  9.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 108.
  10.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 8 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Neil Heims: Biography of Fyodor Dostoevsky. In: Fyodor Dostoevsky. Chelsea House, Langhorne, Pennsylvania 2005, ISBN 0-7910-8117-6, S. 10.
  11.  Victor Terras: The Art of Crime and Punishment. In: Fyodor Dostoevsky’s Crime and Punishment. Chelsea House/Infobase Publishing, New York 2004, ISBN 0-7910-7579-6, S. 275.
     Katya Tolstaya: Kaleidoscope. F. M. Dostoevsky and the Early Dialectical Theology. Brill, 2013, ISBN 978-90-04-24458-0, S. 50 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Bruce Kinsey Ward: Dostoyevsky’s Critique of the West. The Quest for the Earthly Paradise. Wilfrid Laurier University Press, Waterloo, Ontario 1986, ISBN 0-88920-190-0, S. 16 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Robert L. Belknap: The Genesis of The Brothers Karamazov. The Aesthetics, Ideology, and Psychology of Making a Text. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 1990, ISBN 0-8101-0845-3, S. 19 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  12.  Katya Tolstaya: Kaleidoscope. F. M. Dostoevsky and the Early Dialectical Theology. Brill, 2013, ISBN 978-90-04-24458-0, S. 50.
  13.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 9 f.
  14.  Bruce Kinsey Ward: Dostoyevsky’s Critique of the West. The Quest for the Earthly Paradise. Wilfrid Laurier University Press, Waterloo, Ontario 1986, ISBN 0-88920-190-0, S. 16.
  15.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 33 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  16. 16,0 16,1 16,2  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. xviii.
  17.  Donald W. Treadgold: The West in Russia and China. Religious and Secular Thought in Modern Times. Volume 1: Russia 1472–1917. Cambridge University Press, London, New York 1973, ISBN 0-521-08552-7, S. 203 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 10 f.
  18.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 127.
     Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 1.
  19.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 130.
     Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 72.
     Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 382.
  20.  Christiane Schulz: „Ich habe Schiller auswendig gelernt“ – Das „geistige Ferment“ Schiller im Erzählwerk Dostojewskijs. In: Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft. Jahrbuch 17, 2010, ISSN 1437-5265, S. 10–41.
     Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 14.
    Zu Dostojewskis Schiller-Rezeption:  Michael Wegner: Fedor Dostoevsky und Friedrich Schiller. In: Erbe und Verpflichtung. Zur internationalen Wirkung der russischen und sowjetischen Literatur im 19. und 20. Jahrhundert. Schiller Universität, Jena 1985.
  21.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 109.
  22.  Andrei Dostoevsky: The Father’s Death. In: The Dostoevsky Archive – Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. 1997, S. 60.
  23. Sigmund Freud: Dostojewski und die Vatertötung. In: Die Urgestalt der Brüder Karamasoff. Dostojewskis Quellen, Entwürfe und Fragmente. Piper-Verlag, München 1928, S. XIX.
    siehe auch  Fritz Schmidl: Freud and Dostoevsky. In: Journal of the American Psychoanalytic Association. 13, 1965, S. 518–532.
     Joseph Frank: Freud’s Case History of Dostoevsky. In: Through the Russian Prism – Essays on Literature and Culture. Princeton, New Jersey 1990, S. 109–121.
  24. Ende eines Traumas. Abgerufen am 2013-12-06. Der Spiegel, 14. Juli 1975
     Karel van het Reve: Dr. Freud und Sherlock Holmes. Fischer, Frankfurt am Main 1994. Rezension: Reve, Karel van het: Dr. Freud und Sherlock Holmes. Abgerufen am 2013-12-06.
     Maike Schult: Verlockende Vatertötung – Freuds Phantasien zu Dostojewskij. In: Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft. 10, 2003, ISSN 1437-5265, S. 44–55.
     Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 80.
  25.  Robert Bird: Fyodor Dostoevsky. Reaktion Books, London 2012, ISBN 978-1-86189-900-2, S. 21 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  26. siehe insb. Brief 107 vom 24. März 1856, auf deutsch in:  Gesammelte Briefe 1833–1881. Piper, München 1966.
  27.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 3.
  28.  Robert Bird: Fyodor Dostoevsky. Reaktion Books, London 2012, ISBN 978-1-86189-900-2, S. 22.
  29.  Julian W. Connolly: Dostoevsky’s The Brothers Karamazov. Bloomsbury, New York / London 2013, ISBN 978-1-4411-0847-0, S. 2 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  30.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 127.
     Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 22.
  31.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 137 ff.
  32.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 303 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  33.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 159.
  34.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Stir of Liberation, 1860–1865. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1986, ISBN 0-691-01452-3, S. 67 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  35.  Malcolm Jones: Dostoevsky and the Dynamics of Religious Experience. Anthem Press, London 2005, ISBN 1-84331-205-0, S. 4 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 32–38.
  36.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 175.
  37.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 89 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  38.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 31 f.
     Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 206 ff.
  39.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 310 ff..
     Joseph Frank: Dostoevsky. The Seeds of Revolt, 1821–1849. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1976, ISBN 0-691-06260-9, S. 239 ff.
  40.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 40‒139.
  41.  William Mills Todd: Dostoevsky as a Professional Writer. In: The Cambridge Companion to Dostoevskii. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-65253-7, S. 75 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA).
  42.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 133.
  43.  Philip S. Taylor: Anton Rubinstein. A Life in Music. Indiana University Press, Bloomington, Indiana 2007, ISBN 0-253-34871-4, S. 24 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  44.  André Gide: Dostoievsky. Telegraph Books, 1981, ISBN 0-89760-319-2, S. 29 (books.google.de).
  45.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 365.
     Socialist Circle, Arrest and Investigation, 1846–1849. In: The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, S. 77 f. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA).
  46.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 245.
  47.  Neil Heims: Biography of Fyodor Dostoevsky. In: Fyodor Dostoevsky. Chelsea House, Langhorne, Pennsylvania 2005, ISBN 0-7910-8117-6, S. 7 f.
    Wortlaut des Briefes: V. G. Belinsky 1847: Letter to N. V. Gogol. Abgerufen am 2013-11-19.
  48.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 173.
     Nikolai Beltischikow: Dostojewski im Prozeß der Petraschewzen. Reclam, 1977, S. 206. Wortlaut: „Das Militärgericht hat deshalb den Ingenieur-Leutnant … unter Aberkennung des militärischen Ranges und aller Vermögensrechte zum Tode … verurteilt.“
  49. Zur Scheinhinrichtung siehe den Bericht des Mitgefangenen  Dmitri Dmitrowitsch Ascharumow: Memoiren. In: Nord und Süd. 1902, S. 70, 361.
    Siehe dazu auch Brief # 88 Dostojewskis an seinen Bruder Michail vom 22. Dezember 1849:  Dostojewski. Gesammelte Briefe 1833–1881. Piper, München 1966.
  50.  Nikolai Beltischikow: Dostojewski im Prozeß der Petraschewzen. Reclam, 1977, S. 207 f.
     Socialist Circle, Arrest and Investigation, 1846–1849. In: The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, S. 79.
     Joseph Frank: Dostoevsky. The Years of Ordeal. 1850–1859. 4. Auflage. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1990, ISBN 0-691-06576-4, S. 50 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  51. Das Buch hatte ihm in Tobolsk Natalja Dmitrijewna Fonwizina geschenkt, die Ehefrau des Dekabristen Michail Fonwizin, die ihrem Mann ins Exil folgte. Quelle:  Robin Feuer Miller: Dostoevsky’s Unfinished Journey. Yale University Press, New Haven 2007, ISBN 978-0-300-12015-8, S. 191 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  52.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Years of Ordeal. 1850–1859. 4. Auflage. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1990, ISBN 0-691-06576-4, S. 64.
  53.  Prison, Army Service and Exile. Ten Years in Siberia: 1849–1859. In: The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, S. 108 f.
     Joseph Frank: Dostoevsky. The Years of Ordeal. 1850–1859. 4. Auflage. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1990, ISBN 0-691-06576-4, S. 69 ff.
  54. Dostojewski nahm die Petraschewzen allerdings zeitlebens in Schutz:  Tagebuch eines Schriftstellers 1873–1881. Ein alter Mann über die Petraschewzen. Aufbau, Berlin 2003, ISBN 3-351-02976-4, S. 252.
     Tagebuch eines Schriftstellers. Band 1, Eine der modernen Unterstellungen, Musarion, München 1924, S. 240.
     Tagebuch eines Schriftstellers. Band 2, Für einen Verstorbenen, 1921, S. 216 (April IV).
  55.  Wil van den Bercken: Christian Fiction and Religious Realism in the Novels of Dostoevsky. Anthem Press, 2011, ISBN 978-0-85728-976-6, S. 129 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     David Walsh: Dostoevsky’s Discovery of the Christian Foundation of Politics. In: Dostoevsky’s Political Thought. Lexington Books, Lanham, Maryland 2013, ISBN 978-0-7391-7376-3, S. 24 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA).
  56.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 223, 226 f., 230 f., 234.
     Alexander E. Vrangel: About Dostoevsky’s Army Service and Exile in Siberia. In: The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, S. 124.
  57.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 236.
  58.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 103–106 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
     Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 231 f.
  59.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 198 ff.
     Jolan Neufeld: Dostojewski. Skizze zu seiner Psychoanalyse. Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2010, ISBN 978-3-86741-578-1, S. 16 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
  60.  Miriam Taylor Šajković: F. M. Dostoevsky. His Image of Man. University of Pennsylvania Press, 1962, S. 71.
  61.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 256 f.
  62.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 198 f.
  63.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. xxi, 105.
  64. Official Correspondence # 7 between Oct. 10 and Oct. 18, 1859 in: Fyodor Dostoevsky: Complete Letters, Bd. 1, 1832–1859. Ardis, Ann Arbor 1988.
  65. siehe insb. seine Briefe an Eduard Totleben, den Held von Sevastopol, der sich bereits für die Entlassung aus Sibirien für ihn eingesetzt hatte: Brief # 107 v. 24. März 56, Brief # 157 v. 4. Oktober 1859, Brief # 167 v. 2. November 1859; alle abgedruckt in: Fyodor Dostoevsky: Complete Letters, 1832–1859. Ardis, Ann Arbor, 1988.
  66.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 105.
  67. The Brothers Karamazov. Abgerufen am 2013-11-22.
  68.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 173.
  69. Dostojewski hatte befürchtet, dass die Zensur an seiner Enthüllung der Grausamkeit der Lagerrealität Anstoß nehmen würde. Das war jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil, einer der Zensoren kritisierte, dass potenzielle Straftäter durch Dostojewskis Schilderung nicht ausreichend abgeschreckt würden.  Fyodor Dostoevsky: Notes from the House of the Dead. William B. Eerdmans, Grand Rapids, Michigan 2013, ISBN 978-0-8028-6647-9, S. xii (Einleitung) (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche).
    Geoffrey Chew, Robert Vilain: Evasive Realism. Narrative Construction in Dostoyevsky’s and Janáček’s ‘From the House of the Dead’, S. 14
  70.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Stir of Liberation, 1860–1865. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1986, ISBN 0-691-01452-3, S. 28.
     The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, 4th Chapter, Introduction, S. 110.
  71.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Years of Ordeal 1850-1859. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1983, ISBN 0-86051-242-8, S. 299.
  72.  Dostoevsky Letters Volume I. 1832-1859. Ardis, Ann Arbor 1988, ISBN 0-88233-898-6, S. Brief # 135 vom 18. Januar 1858.
  73. Subskriptionsanzeige für die Zeitschrift "Wremja" für 1861:  Dostojewski – Eine verfängliche Frage. Aufsätze, Feuilletons. Aufbau, Berlin und Weimar 1988, S. 55–63.
  74.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 198.; Einleitung zu  Fyodor Dostoevsky: The Best Short Stories of Fyodor Dostoevsky. Random House, 2012, ISBN 978-0-307-82408-0, S. xvi.
  75.  Victor Terras: The Art of Crime and Punishment. In: Fyodor Dostoevsky’s Crime and Punishment. Chelsea House/Infobase Publishing, New York 2004, ISBN 0-7910-7579-6, S. 280. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche);  Joseph Frank: Dostoevsky. The Stir of Liberation, 1860–1865. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1986, ISBN 0-691-01452-3, S. 213.
  76.  Mikhail Bakhtin: Characteristics of Genre and Plot Composition in Dostoevsky’s Works. In: Fyodor Dostoevsky’s Crime and Punishment. Chelsea House/Infobase Publishing, New York 2004, ISBN 0-7910-7579-6, S. 67 f..
  77. Als Standardwerk zum Thema „Dostojewski und Glücksspiel“ gilt:  Dostojewski am Roulette. Piper, München 1925.
  78.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 351 f..
  79. Leonid Grossman, Dostoevsky, London 1974, S. 269 unter Verweis auf Aussagen von Agenten der Dritten Abteilung
  80.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 180.;  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 376 ff..
  81.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 356 f,.; für eine Übersichtskarte mit sämtlichen Reisen Dostojewskis siehe Die Reisen des Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881). Abgerufen am 2013-11-22. (PDF; 215 kB)
  82. Strachow, Biographie, S 62 in "Literarische Schriften", II. Abt., 12. Band der Piper-Gesamtausgabe, 1923, ebenso Frank, Stir of Liberation, S. 183, 258 mit unterschiedlichen Angaben über den Gewinn (1.000 Franken/11.000 Franken)
  83.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 357.;  Fyodor Dostoevsky: Winter Notes on Summer Impressions. 2 Auflage. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 1997, ISBN 0-8101-1518-2, S. vvi., Einleitung (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  84.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 361.
  85.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 385 f..;  Joseph Frank: Dostoevsky. The Miraculous Years, 1865–1871. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1995, ISBN 0-691-04364-7, S. 26.
  86.  Walter Moss: Russia in the age of Alexander II, Tolstoy and Dostoevsky. Anthem Press, London 2002, ISBN 1-898855-59-5, S. 105 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).;  Chapter 6, Introduction. In: The Dostoevsky Archive. Firsthand Accounts of the Novelist from Contemporaries’ Memoirs and Rare Periodicals. McFarland, Jefferson, North Carolina 1997, ISBN 0-7864-0264-4, S. 168.
  87.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 103–106.
  88.  Joseph Frank: Dostoevsky. A Writer in His Time. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2010, ISBN 978-0-691-12819-1, S. 7 f..
  89.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 299, 373.
  90.  Walter Kaufmann: Existentialism from Dostoevsky to Sartre. New American Library, 1975, ISBN 0-452-00930-8, S. 14.
  91.  Orhan Pamuk: Erst Dostojewski lehrt, wie man Erniedrigung genießt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Januar 2001, S. 44. sagt: " Ich sehe in dieser kleinen Episode alle bestimmenden Elemente der späteren Romane."
  92.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Miraculous Years, 1865–1871. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1995, ISBN 0-691-04364-7, S. 26.;  Alexander Burry: Multi-Mediated Dostoevsky. Transposing Novels Into Opera, Film, and Drama. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 2011, ISBN 978-0-8101-2715-9, S. 9.
  93.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Stir of Liberation, 1860–1865. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1986, ISBN 0-691-01452-3, S. 348‒351, 361.
  94.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 472.;  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 270.;  Joseph Frank: Dostoevsky. The Miraculous Years, 1865–1871. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1995, ISBN 0-691-04364-7, S. 32.; Einleitung zu  Fyodor Dostoevsky: The Devils. Penguin books, 1971, S. vii.
  95.  Eva Gerberding: Sankt Petersburg. 2. Auflage. Dumont, 2011, ISBN 978-3-7701-7269-6, S. 187 f.. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  96.  Harold Bloom: Chronology. In: Fyodor Dostoevsky’s Crime and Punishment. Chelsea House, New York 2004, ISBN 0-7910-7579-6, S. 280. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA);  Fyodor Dostoevsky: Crime and Punishment. Prestwick House, Clayton, Delaware 2005, ISBN 978-1-58049-397-0. Vorwort, S. 7 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA)
  97. Nachwort von Horst-Jürgen Gerigk in:  Fjodor M. Dostojewskij: Schuld und Sühne. dtv, München 1977, ISBN 3-538-05052-X, S. 709 f..
  98. zu dem Vertrag mit Stellowski siehe div. Briefe an Maikow:  Dostoevsky Letters. Bd. 3, 1868–1871, Ardis, Ann Arbor 1990 (Brief # 402 vom 15/27. Dezember 1870; # 403 vom 30. Dezember 1870; # 413 vom 2./14. März 1871).; Briefe 403, 413 auch auf dt. in  F. M. Dostojewski. Gesammelte Briefe 1833-1881. Piper, München 1966.
  99.  Richard Peace: Introduction. In: Fyodor Dostoevsky's Crime and Punishment. A Casebook. Oxford University Press, 2005, ISBN 0-19-517562-X, S. 8. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA)
  100.  Die Lebenserinnerungen der Gattin Dostojewskis. Piper, München 1925, S. 41.
  101.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 97 f..;  Mara Vorhees: Petersburg. City Guide. Lonely Planet, 2008, ISBN 1-74059-827-X, S. 98. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  102.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 98.
  103.  Liza Knapp: Dostoevsky's The Idiot. A Critical Companion. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 1998, ISBN 0-8101-1533-6, S. 7 f.. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  104.  Liza Knapp: Dostoevsky's The Idiot. A Critical Companion. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 1998, ISBN 0-8101-1533-6, S. 7.; Zu Dostojewskis Aufenthalten in Deutschland und in der Schweiz siehe:  Karla Hielscher: Dostojewski in Deutschland. Insel, Frankfurt am Main, Leipzig 1999, ISBN 978-3-458-34276-2.;  Ilma Rakusa (Hrsg.): Dostojewskij in der Schweiz. Insel, 1981, ISBN 3-458-14841-8.
  105.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 194.
  106.  Brian Johnson: The Art of Dostoevsky's Falling Sickness. Ann Arbor 2008, S. 82. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  107.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Miraculous Years, 1865–1871. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 1995, ISBN 0-691-04364-7, S. 276.
  108.  Edward Wasiolek: Dostoevsky. The major fiction. M. I. T. Press, 1971, S. 207.
  109.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 377 f..
  110.  Alexander Burry: Multi-Mediated Dostoevsky. Transposing Novels Into Opera, Film, and Drama. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 2011, ISBN 978-0-8101-2715-9, S. 7.
  111.  Richard Freeborn: Dostoevsky. Haus Publishing, London 2003, ISBN 1-904341-27-6, S. 93. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  112. Ljubow Dostojewskaja hat eine Biografie über ihren Vater geschrieben, die u.a. aufgrund ihrer literarischen Qualität oft gelesen wird, in vielen Punkten aber als unzuverlässig gilt:  Ljubow (Aimee) Fjodorowna Dostojewskaja: Dostojewski. Geschildert von seiner Tochter. Ernst Reinhardt Verlag, München 1920.
  113.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. xxvii, 83.
  114.  Mark Leier: Bakunin: The Creative Passion. A Biography. Seven Stories Press, New York 2006, ISBN 978-1-58322-894-4, S. 225. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche);  David C. Fisher: The Rise of the racidal Intelligentsia, 1862–1881. In: Events that Changed Russia Since 1855. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2007, ISBN 978-0-313-32815-2, S. 35. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA)
  115.  Gary Adelman: Retelling Dostoyevsky. Literary Responses and Other Observations. Rosemont Publishing/Associated University Presses, Cranbury, New Jersey 2001, ISBN 0-8387-5473-2, S. 53. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche);  Fyodor Dostevsky: Complete Letters. Volume 3: 1868–1871, Ardis, 1990, S. 235.
  116. 116,0 116,1  Robert F. Byrnes: Dostoevskij and Pobedonostsev. In: Essays in Russian and Soviet History. In Honor of Geroid Tanquary Robinson. Columbia University Press, 1963, S. 88. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche-USA)
  117.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 299.
  118. Nachwort von Horst-Jürgen Gerigk in:  Fjodor M. Dostojewskij: Die Dämonen. 5 Auflage. dtv, München 1982, ISBN 3-423-02027-X, S. 815.
  119.  Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-50267-9, S. 378‒381.
  120.  David Walsh: Dostoevsky’s Discovery of the Christian Foundation of Politics. In: Dostoevsky’s Political Thought. Lexington Books, Lanham, Maryland 2013, ISBN 978-0-7391-7376-3, S. 24.
  121.  Robin Feuer Miller: Dostoevsky’s Unfinished Journey. Yale University Press, New Haven 2007, ISBN 978-0-300-12015-8, S. 190.
  122.  Konstantin Mochulsky: Dostoevsky. His Life and Work. Princeton University Press, 1967, ISBN 0-691-06027-4, S. 8.
  123.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Mantle of the Prophet, 1871–1881. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2002, ISBN 0-691-11569-9, S. 15. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  124.  Fyodor Dostevsky: Complete Letters. Volume 3: 1868–1871, Ardis, 1990, S. 235.
  125.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. xxxi, 322.
  126.  Gary Saul Morson: The Boundaries of Genre. Dostoevsky's Diary of a Writer and the Traditions of Literary Utopia. Northwestern University Press, Evanston, Illinois 1981, ISBN 0-292-70732-0, S. 4. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  127. Einleitung zu:  Fyodor Dostoevsky: A Gentle Creature and Other Stories. Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-955508-6, S. xv. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche);  Joseph Frank: Dostoevsky. The Mantle of the Prophet, 1871–1881. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2002, ISBN 0-691-11569-9, S. 318.
  128.  Joseph Frank: Dostoevsky. The Mantle of the Prophet, 1871–1881. Princeton University Press, Princeton, New Jersey 2002, ISBN 0-691-11569-9, S. 244.
  129.  Peter Leithard: Dostoevsky. Nelson, Nashville, Tennessee 2011, ISBN 978-1-59555-034-7, S. 143. (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)


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