Handzeichen (Literaturzeitung)

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Handzeichen – Zeitung für unveröffentlichte Texte war eine Literaturzeitung für Lyrik und Prosa, die 1978 auf Initiative von Thomas Quade gegründet wurde.

Geschichte

Auf eine Annonce in der Kölner StadtRevue, mit der Autoren für eine Literaturzeitschrift gesucht wurden, meldeten sich unter anderen Harald Paeske, Uli Land und Michael Heinen-Anders, die die Gründungsredaktion bildeten. Thomas Quade wollte mit dieser Literaturzeitung zunächst nur sogenannte Arbeiterliteratur veröffentlichen. Doch die tatsächliche Entwicklung war anders und Thomas Quade schied bald aus der Redaktion aus. Die erste gedruckte Ausgabe erschien im März 1979. Es wurden nur bis dahin unveröffentlichte Texte veröffentlicht. Neben Lyrik und Prosa wurde von Anfang an auch anspruchsvolle Graphik veröffentlicht. Für die Folgeausgaben wurde die Redaktion mehrfach vergrößert, unter anderen um Norbert Reischmann, Karl Otto Peschke, Imma Bunje, Thomas Jäger und Ursula Meyer (Layout). Zu den Autoren zählten auch einige der Spex_(Zeitschrift)-Gründer, wie Christof Pracht und Bernhard Schaub, die auch an den Redaktionssitzungen teilnahmen. Einige der Autoren wandten sich später Alternativen Heilweisen oder der Anthroposophie zu. Speziell Michael Heinen-Anders hatte während des Bestehens dieser Literaturzeitung erste Kontakte zur Homöopathie und zum Werk Rudolf Steiners.

Handzeichen wurde als eine alternative Literaturzeitung gesehen :

  • Sie war ein Non-Profit-Projekt ganz im Sinne der Kapitalneutralisierung.
  • Die Redaktionssitzungen waren öffentlich.
  • Von jedem Autor wurde zumindest ein zugesandtes Werk veröffentlicht.
  • Zum Nachdruck wurde aufgefordert, um eine Zusendung eines Belegexemplars wurde gebeten.
  • Es wurden Autorenlesungen in Kölner und Düsseldorfer Szene-Kneipen durchgeführt.

Herausgegeben wurde sie von einer Projektgruppe, die identisch mit der Redaktion war. Diese Projektgruppe wiederum war Mitglied in einem Verein für Gemeinwesenarbeit. Die Literaturzeitung Handzeichen wurde in Kölner Szene-Kneipen, im Straßenverkauf und alternativen Buchläden entgeltlich angeboten. Es gab zusätzlich auch zahlende Abonnenten. Für einige Ausgaben erhielt die Redaktion einen Zuschuß der Stadt Köln, vermittelt durch die Fraktion der Grünen. Die Redaktionssitzungen fanden zunächst bei Thomas Quade und dann bei Imma Bunje statt. Später traf sich die Redaktion auch in der Alten Feuerwache in Köln.

Die letzte Ausgabe erreichte 1982 eine Auflage von 1500 Stück. Insgesamt erschienen zwischen 1979 und 1982 vier Ausgaben der Handzeichen. Eine vollständige Sammlung aller Ausgaben befindet sich im Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach und im Archiv für alternatives Schrifttum in Duisburg. Daneben ist ein Großteil aller Ausgaben der Handzeichen auch in der Uni- und Stadtbibliothek Köln im Bestand verzeichnet.

Bekannte Autoren

Weblinks


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