Gehirnbläschen

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Stadien in der Embryogenese des Gehirns von Schädeltieren: Aus dem vorderen Neuralrohr entstehen zunächst drei primäre Hirnbläschen von Prosencephalon, Mesencephalon und Rhombencephalon (linke Bildhälfte, ungefähr 5. Woche beim Menschen). Danach differenziert das Prosencephalon in Telencephalon und Diencephalon sowie das Rhombencephalon in Metencephalon und Myelencephalon, sodass fünf sekundäre Hirnbläschen unterschieden werden.

Gehirnbläschen, auch Hirnbläschen genannt, treten während der Embryonalentwicklung bei Chordatieren als erste sichtbare Strukturen des sich entwickelnden Gehirns auf. Sie entstehen in der Anlage des zentralen Nervensystems als Erweiterungen des vorderen Neuralrohrs im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Kopfbereichs, in dem besondere Sinnesorgane ausgebildet werden.

Zunächst entstehen drei primäre Hirnbläschen:

Diese aus dem vorderen Neuralrohr entstandene primäre Gehirnanlage geht hinter der Nackenbeuge (Flexura cervicalis) nach kaudal ohne scharfe Grenze in den das Rückenmark bildenden medullaren Neuralrohrabschnitt über.

Durch anschließende weitere Differenzierung der Anlagen des Prosencephalons in zwei Hirnbereiche sowie die Untergliederung des Rhombencephalons in zwei Bereiche durch die Brückenbeuge (Flexura pontina) wird dann die für alle Wirbeltiere typische fünfteilige Gliederung des Gehirns erreicht, angelegt als fünf sekundäre Hirnbläschen:[1]

Aus dem Lumen des Neuralrohrs wird das liquorführende System der Hirnventrikel und der Zentralkanal des Rückenmarks.

Einzelnachweise

  1. J. Dudel, R. Menzel, R. Schmidt (Hrsg.): Neurowissenschaft: Vom Molekül zur Kognition. 2. Auflage. Springer-Verlag, 2013, S. 19.

Weblinks


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