Horn

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Ein Horn ist ein Auswuchs am Kopf der Hornträger und Nashörner, der sich als hohler Überzug über einen Knochenzapfen bildet, der mit einer gut durchbluteten Hautschicht bezogen ist. Hörner und Klauen bilden sich dort, wo die äußeren astralisch-ätherischen Kräfte gestaltend bis tief in die Verdauungsregion in den tierischen Organismus hereinstrahlen. Sie wachsen im Gegensatz zum Geweih ein ganzes Leben lang und können sehr leicht abgelöst werden.

Die Verhornung (Keratinisierung) ist physiologisch betrachtet ein in der Epidermis und in verschiedenen Schleimhäuten tierischer und menschlicher Organismen ablaufender Prozess, bei dem Epithelzellen über hornbildende Zellen (Keratinozyten) zu Hornzellen (Korneozyten) umgebildet werden.

In der biologisch-dynamischen Landwirtschaft werden Kuhhörner wegen ihrer Fähigkeit astralisch-ätherische Kräfte einzufangen, als geeignete Behälter zur Ausreifung der biologisch-dynamischen Präparate verwendet.

„Die Kuh hat Hörner, um in sich hineinzusenden dasjenige, was astralisch-ätherisch gestalten soll, was da vordringen soll beim Hineinstreben bis in den Verdauungsorganismus, so daß viel Arbeit entsteht gerade durch die Strahlung, die von Hörnern und Klauen ausgeht, im Verdauungsorganismus. Wer daher die Maul- und Klauenseuche verstehen will, also das Zurückwirken des Peripherischen auf den Verdauungstrakt, der muß diesen Zusammenhang durchschauen. Und unser Maul- und Klauenseuche-Mittel ist aufgebaut auf dem Durchschauen dieses Zusammenhanges. Nun, sehen Sie, dadurch haben Sie im Hörn etwas, was durch seine besondere Natur und Wesenheit gut dazu geeignet ist, das Lebendige und Astralische zurückzustrahlen in das innere Leben. Etwas Lebenstrahlendes, und sogar Astralisch- Strahlendes haben Sie im Horn. Es ist schon so. Würden Sie im lebendigen Kuhorganismus herumkriechen können, so würden Sie, wenn Sie drin wären im Bauch der Kuh, das riechen, wie von den Hörnern aus das Astralisch-Lebendige nach innen strömt. Bei den Klauen ist das in einer ähnlichen Weise der Fall.“ (Lit.:GA 327, S. 97f)

Die okkulte Bedeutung des Horns

Im okkulten Sinn ist ein Horn der physische Ausdruck eines im Menschen veranlagten Ätherischen, das dem hellsichtigen Blick vorzüglich als «Kopf» erscheint.

„Das, was vom Ätherischen aus im Menschen veranlagt wird, nennt man in der Sprache der apokalyptischen Mysterien «Kopf». Damit meint man also das, was dem hellseherischen Blick vorzugsweise als Kopf erscheint. Dasjenige aber, was physisch im Menschen bewirkt wird durch irgendein Glied des Ätherleibes, das nennt man ein «Horn». Ein «Horn» ist in der Sprache der Mysterien also eine sehr geheimnisvolle Sache. Dasjenige, was zum Beispiel im Menschen physisch bewirkt worden ist dadurch, daß er einmal durchgegangen ist durch diejenige Rasse der atlantischen Zeit, in welcher typisch der Löwe als Gruppenseele da war, das nennt man ein Horn. Also das Physische, das von irgendeinem Glied des Ätherleibes herkommt, nennt man ein «Horn». Ein Horn ist zum Beispiel das Organ, welches der äußere physische Ausdruck für irgend etwas Ätherisches ist.

Nun will ich Ihnen konkret sprechen. Alle physischen Organe des Menschen sind eigentlich verdichtete Ätherorgane, sind aus dem verdichteten Ätherleib hervorgegangen. Betrachten wir das menschliche Herz. Es ist heute ein physisches Organ, aber es ist aus einem Ätherorgan heraus verdichtet. Dieses heutige menschliche Herz hat seine Anlage erhalten damals, als der Mensch durch die Gruppenseelenhaftigkeit hindurchgegangen ist, die mit dem Löwen bezeichnet wird. Also ist das Herz das «Horn» des Löwenkopfes, denn als der Ätherleib so weit war, daß der Mensch erschien mit der Gruppenseele, die im Löwenkopf symbolisiert wird, da hat sich die Anlage gebildet, die später das physische Herz wurde. Aus dieser Anlage des Löwenmenschen entstand die heutige menschliche physische Herzanlage. Während wir also den Ätherleib zurückführen in seiner Entstehung auf die Verwandlung eines «Kopfes» in den anderen, auf das Hinzufügen des einen Kopfes zum anderen, fassen wir den menschlich physischen Leib auf als das Hinzufügen eines «Hornes» zum andern. Tatsächlich besteht der menschliche Ätherleib aus «Köpfen», der menschliche physische Leib aus «Hörnern». Das ist die Sprache der Mysterien. Alle Organe des Menschen sind aus dem Ätherleib herausgebildet, sind also lauter «Hörner».“ (Lit.:GA 104, S. 188f)

„Tatsächlich werden die Menschen, die verfehlen, das Christus-Prinzip in sich aufzunehmen, ja auch in astralischer Gestalt erscheinen. Weil sie aber ihre Triebe so gestaltet haben, daß sie sozusagen an der tierischen Gruppenseele festgehalten haben, erscheinen die entsprechenden Triebe in dem astralischen Leibe, den die Menschen dann haben werden, in Form von hörnerartigen Fortsetzungen. Es ist eine wirkliche Gestalt.

Ich will es an einem Organ erklären, wie es kommt, daß der Mensch, der das Christus-Prinzip nicht in sich aufnimmt, tatsächlich mit Hörnern erscheint, wenn die Erde sich vergeistigt haben wird. Nehmen Sie das Organ des menschlichen Kehlkopfes und die Luftröhre. Sie atmen fortwährend in dieser Luftröhre Luft ein und aus. Das ist eine Tätigkeit, die der Mensch ausübt. Diese Tätigkeit steht bei dem Menschen, der sich vergeistigt, im Dienste des Geistigen, bei dem Menschen aber, der nicht seine Hinneigung, seine Hinordnung zum Christus-Prinzip nimmt, steht sie in Beziehung zu den alten, zu den sieben Köpfen gehörigen Kräften. Setzen wir also den Fall, daß wir es schematisch so aufzeichnen:

Zeichnung aus GA 104, S. 216

Fortwährend geht die Luft durch den Kehlkopf hinein von außen. Sie wissen aber, daß der astralische Leib des Menschen ihn umgibt. Der Strom der Luft, der hineingeht, wird immer in Verbindung sein mit dem Astralischen. Wenn die Erde nun sich vergeistigt, zeigt es sich, ob die Atmung bei einem Menschen ein Diener des Christus-Prinzips oder ob sie ein Diener der niederen Kräfte war, die schon vor dem Christus-Prinzip in der Welt waren. War sie ein Diener des Christus-Prinzips, dann verliert sie jene Form, die sich dem heutigen Leibe anpaßt. Der Mensch hat dann selbst die Gewalt, alles, was astraüsch ist, in eine höhere, vergeistigte Form umzuwandeln. Nimmt er das Christus-Prinzip nicht auf, dann ist er außerstande, dasjenige, was der heutigen fleischlichen Form angepaßt ist, aus dieser fleischlichen Form herauszubringen. Und die Folge davon ist, daß, nachdem das Fleischliche abgefallen, verschwunden ist, nachdem der physische Kehlkopf fortgegangen ist, diese Form des astralischen Leibes bleibt, die da sich immerfort mit dem Atem hineinsteckt in den Kehlkopf. Diese Form bleibt in der Gestalt eines Hornes vorhanden. Überall, wo am Menschen die äußeren astralischen Kräfte ein- und ausgehen, bleiben sie angepaßt der vorhergehenden tierischen Gestalt, wenn der Mensch in die astralische Form übergeht, das heißt es erscheint der Mensch dann mit wahren astralischen Hörnern. Das sind wirkliche astralische Gestalten, sie entsprechen genau dem Eindringen der astralischen Substantialität während des Erdenlebens. Es ist so, daß uns in diesen Bildern nicht beliebige Symbole hingestellt werden, sondern daß sie die wahre Gestalt dessen haben, was einst erscheint.“ (Lit.:GA 104, S. 216f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327 (1999), ISBN 3-7274-3270-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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