Institut für Waldorf-Pädagogik

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Institut für Waldorf-Pädagogik

Das Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik ist eine 1973 gegründete Ausbildungsstätte für Lehrkräfte an Waldorfschulen. Die Leitgedanken der Wittener Lehrerbildung fasste Johannes Kiersch 1978 in seinem Buch „Freie Lehrerbildung“ zusammen.

Mit der 1994 eingeführten Studienordnung wurde die Grundlage für die Anerkennung als „Einrichtung zur Lehrerbildung im tertiären Bereich“ gelegt, wie zuletzt im März 2005 durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen bestätigt.

Studiengänge

Folgende Studiengänge werden angeboten:

  • Klassenlehrer/in an Waldorfschulen (Klasse 1 bis 8) mit zusätzlicher Qualifikation in einem Fach
  • Musiklehrer/in Klasse 1 bis 12 an Waldorfschulen
  • Eurythmist/in

Allgemeine Bereiche des Studiums

  • wissenschaftliches Arbeiten
  • Selbstschulung durch künstlerisches Üben in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Sprache/Schauspiel, Eurythmie
  • jährliche Schulpraktika, mindestens 5 Wochen, ab dem ersten Studienjahr
  • das Lernen durch praktische Arbeit in Gebäude- und Gartenpflege, in der Mensa und im selbstverwalteten Studienbeihilfefonds.

Ziele

Ziel der Ausbildung ist der Lehrer als Forscher, Erziehungs-Künstler und Unternehmer.

Abschluss und Weiterbildung

Nach dem Abschluss mit Diplom bietet das Institut in Kooperation mit Waldorfschulen Begleitung in der Berufseinführungsphase an. Weiterbildungsangebote bilden eine Ergänzung zum Konzept lebenslangen Lernens.

Neben dem Pädagogik-Studium werden am Institut für Waldorf-Pädagogik auch Ausbildungen zum Tischler und zum Gärtner angeboten.


Literatur

Diese Bücher wurden von Mitarbeitern des Instituts für Waldorf-Pädagogik verfasst und zeigen Grundfragen der Freien Lehrerbildung auf, wie sie sich im Wesentlichen aus der Praxis der Lehrerbildung am Institut ergeben haben.

  • Johannes Kiersch: Freie Lehrerbildung. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1978, ISBN 3-7725-0291-1.
  • Johannes Kiersch, Fritz Bohnsack (Hrsg.): Alternative Konzepte für die Lehrerbildung. Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2001, ISBN 3-7815-1139-1.
  • Johannes Kiersch: Argumente für die Waldorfschule. Flensburger-Hefte-Verlag, Flensburg 2004, ISBN 3-926841-33-8.
  • Michael Kalwa: Begegnung mit Musik. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1997, ISBN 3-7725-0277-6.
  • Michael Kalwa: Mentor sein. Ein Leitfaden. DRUCKtuell, Gerlingen 2004, ISBN 3-927286-38-9.

Nicht-anthroposophische Literatur zur Rolle des Waldorf-Lehrers:

  • Franz J. Krämer, Georg Scherer, Franz-Josef Wehnes: Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Information/Kritik. Plöger, Annweiler 1987, ISBN 3-924574-09-X.
  • Werner Helsper u.a.: Autorität und Schule. Die empirische Rekonstruktion der Klassenlehrer-Schüler-Beziehung an Waldorfschulen. Aus der Reihe: Studien zur Schul- und Bildungsforschung Bd. 27. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15359-9.

Weblinks


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Institut für Waldorf-Pädagogik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.