Kubismus

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Juan Gris: Gitarre und Klarinette, 1920, Kunstmuseum Basel.

Kubismus ist eine Stilrichtung in der Kunstgeschichte. Er entstand aus einer Bewegung der Avantgarde in der Malerei ab 1907 in Frankreich. Seine maßgebenden Begründer sind Pablo Picasso und Georges Braque. Weitere Vertreter sind Juan Gris und die Puteaux-Gruppe, im Besonderen Fernand Léger, Marcel Duchamp und Robert Delaunay, auf den der Orphismus zurückgeht.

Vom sogenannten Frühkubismus ausgehend entstanden der analytische und der synthetische Kubismus. Der Kubismus löste in Frankreich den Fauvismus ab. Eine eigene Theorie oder ein Manifest besaß der Kubismus nicht. Der Kubismus leitete mit dem Fauvismus die Klassische Moderne ein. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 begann sich die Bewegung aufzulösen.

Aus heutiger Sicht stellt der Kubismus die revolutionärste Neuerung in der Kunst des 20. Jahrhunderts dar. Der Kubismus schuf eine neue Denkordnung in der Malerei. Die Bibliographie zum Kubismus ist umfangreicher als zu jeder anderen Stilrichtung in der modernen Kunst. Der Einfluss kubistischer Werke auf die nachfolgenden Stilrichtungen war sehr groß. Der Kubismus griff auch auf die Bildhauerei über, so entstand die kubistische Plastik. Weitere Betätigungsfelder fanden die Künstler in der Architektur und der Musik sowie im Film.

Rudolf Steiner über den Kubismus

Auf dem Theosophischen Kongress in Budapest 1909 waren auch Werke eines schwedischen Kubisten ausgestellt, zu denen Rudolf Steiner bemerkte:

„Es sind Gestalten, die auf den realistischen Sinn unserer Zeit einen Eindruck machen dürften, den man vielleicht mit folgenden Worten charakterisieren könnte: Was ist denn da wieder für ein verrückter Maler? Man sieht einige Kolossal-Gestalten, bei denen der Kopf aussieht wie eine prismatische, aber nicht regelmäßig gestaltete Figur: Hände, Gesten, kurz die ganze Figur ist in der mannigfaltigsten Weise winkelig, eckig gestaltet. Einen anderen Eindruck macht diese Figur auf den Okkultisten. Der hat sogleich den Eindruck: Das ist etwas, das aus einer höheren Welt heraus empfunden ist. Wenn man nämlich weiß, welches die eigentlichen Geheimnisse des menschlichen Ätherleibes sind, wenn man weiß, wie dieser Ätherleib als Kraftleib hinter dem physischen Leib steht, weiß, wie bei jeder Bewegung, die im physischen Leib zum Ausdruck kommt, im Ätherleib jedes Mal eine ganz bestimmte Bewegung vor sich geht, so hat man den Eindruck, als ob der Künstler aus den Kräften des Ätherleibes heraus schaffte und seine übersinnlichen Erlebnisse in diesen Formen hinstellte.“

Rudolf Steiner[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Rudolf Steiner: Der Budapester Internationale Kongress der Föderation Europäischer Sektionen der Theosophischen Gesellschaft. In: Mitteilungen für die Mitglieder der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft, Reprint Dornach 1999, S. 125.


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