Luft

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Alchemistisches Symbol für Luft

Die Luft (griech. ἀήρ aḗr; lat. aer; hebr. רוח, Ruach), das Luftelement, ist eines der vier Elemente, die nach okkulter Auffassung die physische Welt aufbauen. Im geisteswissenschaftlichen Sinn wird als Luft zunächst alles bezeichnet, was sich im luftigen, d.h. gasförmigen Zustand befindet.

Die Luft ist im Zuge der planetarischen Weltentwicklungsstufen zuerst auf der alten Sonne, einer früheren Verkörperung unseres Planetensystems, entstanden, indem sich die urspünglich einzig vorhandene Wärme einerseits zum Lichtäther verfeinerte, anderseits zum Luftelement verdichtete.

Die Elementarwesen der Luft, die Sylphen, weben als tätige Werkmeister der Natur im Luftelement.

Chemisch-physikalische Eigenschaften

Zusammensetzung der Luft in Vol.-%

Trockene Luft besteht aus etwa 78,08 Vol.-% Stickstoff (N2), 20,95 Vol.-% Sauerstoff (O2), 0,93 Vol.-% Argon und 0,04 Vol.-% Kohlendioxid (CO2). Daneben sind noch Spuren anderer Gase wie etwa Neon (Ne), Helium (He), Methan (CH4), Krypton (Kr), Wasserstoff (H2) und Distickstoffmonoxid (Lachgas; N2O) vorhanden. Weiters enthält Luft im Mittel ca. Mittel 0,4 Vol.-% Wasserdampf und feste und flüssige Schwebeteilchen (Aerosole), ohne die sich Nebel, Wolken, Regen, Hagel und Schnee nicht bilden und dadurch kosmische Kräfte auf und in die Erde leiten könnten. Sie tragen dadurch auch wesentlich zur Klimabildung bei.

Die Dichte der Luft beträgt unter Normbedingungen (0 °C; 101,325 kPa = 1,01325 bar = 1 Druck (Physik)|atm]], entsprechend dem Luftdruck auf Meereshöhe) 1,293 kg/m3.

Wind

Kompass- oder Windrose mit 32-Strich-Teilung

Eine gerichtete Luftbewegung - oder verallgemeinert die gerichtete Strömung eines Gases - wird als Wind (von ahd. wint; lat. ventus, aus indogerm. ue „blasen, wehen“[1]) bezeichnet. Die Windrichtung wird nach der Himmelsrichtung benannt, aus der der Wind kommt. Die Windstärke der in der Erdatmosphäre auftretenden Winde wird anhand der Windgeschwindigkeit zumeist mittels der nach Francis Beaufort (1774–1857) benannten Beaufortskala beurteilt.

Wind-
stärke
in Bft
Bezeichnung Windgeschwindigkeit
km/h
Wirkung an Land Wirkung auf dem Meer
0 Windstille, Flaute 000 – 001 keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht empor völlig ruhige, glatte See
1 leiser Zug 001 – 005 kaum merklich, Rauch treibt leicht ab, Windflügel und Windfahnen unbewegt leichte Kräuselwellen
2 leichte Brise 006 – 011 Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar schwach bewegte See
3 schwache Brise 012 – 019 Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt schwach bewegte See mit anfänglicher Schaumbildung
4 mäßige Brise 020 – 028 Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben leicht bewegte See, recht regelmäßige Schaumköpfe
5 frische Brise 029 – 038 größere Zweige und Bäume bewegen sich, Wind deutlich hörbar mäßig bewegte See, überall Schaumköpfe
6 starker Wind 039 – 049 dicke Äste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen und Telefonleitungen grobe See, größere Wellen mit brechenden Köpfen, überall weiße Schaumflecken
7 steifer Wind 050 – 061 Bäume schwanken, Widerstand beim Gehen gegen den Wind sehr grobe See, weißer Schaum von den brechenden Wellenköpfen legt sich in Schaumstreifen in die Windrichtung
8 stürmischer Wind 062 – 074 große Bäume werden bewegt, Fensterläden werden geöffnet, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen erhebliche Behinderung mäßig hohe See, ziemlich hohe Wellenberge, deren Köpfe verweht werden, überall Schaumstreifen
9 Sturm 075 – 088 Äste brechen, kleinere Schäden an Häusern, Ziegel und Rauchhauben werden von Dächern gehoben, Gartenmöbel werden umgeworfen und verweht, erhebliche Behinderung beim Gehen hohe See, hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden
10 schwerer Sturm 089 – 102 Bäume werden entwurzelt, Baumstämme brechen, Gartenmöbel werden weggeweht, größere Schäden an Häusern; selten im Landesinneren sehr hohe See, sehr hohe Wellen, weiße Flecken auf dem Wasser, lange, überbrechende Kämme, schwere Brecher
11 orkanartiger Sturm 103 – 117 heftige Böen, schwere Sturmschäden, schwere Schäden an Wäldern (Windbruch), Dächer werden abgedeckt, Autos werden aus der Spur geworfen, dicke Mauern werden beschädigt, Gehen ist unmöglich; sehr selten im Landesinneren schwere See, brüllende See, Wasser wird waagerecht weggeweht, starke Sichtverminderung
12 Orkan ≥ 118 schwerste Sturmschäden und Verwüstungen; sehr selten im Landesinneren außergewöhnlich schwere See, See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 20. Aufl. Berlin und New York 1967, Seiten 860 (Wind) und 843 (wehen)