Michail Wassiljewitsch Lomonossow

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Michail Lomonossow

Michail Wassiljewitsch Lomonossow (russisch Михаи́л Васи́льевич Ломоно́сов, wiss. Transliteration Michail Vasil'evič Lomonosov; * 8.jul. / 19. November 1711greg. in Mischaninskaja, Gouvernement Archangelsk; † 4.jul. / 15. April 1765greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Dichter, Naturwissenschaftler und Reformer der russischen Sprache. Er galt in der Zeit der Aufklärung als Universalgelehrter.

Noch während seiner Studienzeit in Freiberg entwickelte Lomonossow – ausgehend von den Ideen des russischen Dichters Trediakowski – ein neues Metrum für seine Dichtungen. Er propagierte Russisch als Unterrichtssprache und verfasste 1757 eine auf der Kombination des Kirchenslawischen mit der damaligen russischen Umgangssprache beruhende richtungsweisende russische Grammatik. Lomonossow gilt auch als Mitbegründer der Metallurgie, Geologie, Meteorologie, Geographie und Kartografie sowie der Geschichtswissenschaft in Russland. 1748 postulierte Michail Lomonossow das von Antoine Laurent de Lavoisier 1789 konkret ausformulierte Massenerhaltungsgesetz. 1760 veröffentlichte er die erste Geschichte Russlands.

Rudolf Steiner hat mitgeteilt, dass der hochentwickelte Ätherleib Galileo Galileis (1564-1642) nach dessen Tod gemäß dem Prinzip der spirituellen Ökonomie aufbewahrt wurde und später auf Michail Lomonossow übergegangen ist:

"Dem Galilei sind aufgegangen die großen mechanischen Grundgesetze. Ein solcher Mensch, der in dieser Weise inspiriert sein kann, hat einen Ätherleib, welchen verfallen zu lassen widersprechen würde der spirituellen Ökonomie. Dieser Ätherleib wurde ebenfalls aufbewahrt und nach verhältnismäßig kurzer Zeit erscheint er wieder. Er wird verwendet so, daß er einverwoben wird einer Persönlichkeit, die ebenfalls Bedeutsames leistete. Einverwoben wurde er derjenigen Persönlichkeit, die in einem ganz fernen Bauerndorfe Rußlands aufwächst, da eines Tages den Eltern durchgeht und aufbricht nach Moskau. Schon bald entwickelt sich bei diesem Menschen eine hohe Begabung und schnell macht er in Schulen Rußlands und Deutschlands alles das durch, was ihn sozusagen auf die Höhe der Kultur seiner Zeit bringen kann. Er hatte nur nachzuholen, was über die Erde gegangen war seit der Zeit, seit er als Galilei - im Ätherleib - gestorben war. Und dann wird dieser selbe Mensch sozusagen der Begründer der ganzen klassischen Literatur in Rußland. Wie aus dem Nichts heraus schafft er diese Schriften. Aber nicht nur dieses, er wird auch ein bedeutender Anreger auf allen Gebieten der Mechanik, des physikalischen und chemischen Lebens der Wissenschaft. Es ist Michail Lomonossow, der da also durchaus nur dadurch zu seiner reformatorischen Tat kommen konnte, daß ihm einverwoben war der Ätherleib des Galilei. Wenn wir sehen, wie gegen das Ende des 17. Jahrhunderts Galilei stirbt und am Anfange des 18. Jahrhunderts Michail Lomonossow geboren wird mit demselben Ätherleib, so sehen wir eine von jenen intimen Wiederverkörperungen, wo ein anderes Wesensglied als das Ich wiederverkörpert wird." (Lit.: GA 109, S. 54)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen, GA 109 (2000), ISBN 3-7274-1090-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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