Miles Davis

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Miles Davis 1987

Miles Dewey Davis III. (* 26. Mai 1926 in Alton, Illinois; † 28. September 1991 in Santa Monica, Kalifornien) war ein amerikanischer Jazz-Trompeter, -Flügelhornist, Komponist und Bandleader und einer der bedeutendsten, einflussreichsten und innovativsten Jazzmusiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Nachdem er an der sogenannten Bebop-Revolution teilgenommen hatte, beeinflusste Davis maßgeblich die Entwicklung unterschiedlicher Jazz-Stile wie Cool Jazz, Hard Bop, modalen Jazz und Jazzrock. Sowohl als Instrumentalist wie auch als kreativer Geist gelang es Miles Davis, seine eigenen künstlerischen Ideen zu verwirklichen und gleichzeitig kommerziell erfolgreich zu sein.

Erste Berühmtheit erlangte Miles Davis als Bebop-Jazzer und Sideman von Charlie Parker. In den 46 Jahren seines musikalischen Schaffens arbeitete er mit Musikern wie John Coltrane, Herbie Hancock, Chick Corea, Joe Zawinul, John McLaughlin und Gil Evans zusammen. Da er regelmäßig talentierte Musiker, von denen er neue Impulse erwartete, in seine Band holte und ihnen Raum zur Entfaltung gab, verdanken zahlreiche Jazz-Größen ihren Durchbruch als Musiker der Zusammenarbeit mit Davis.[1]

Seit Ende des 20. Jahrhunderts erfahren seine Alben und Kompositionen große Anerkennung bei Musikkritikern und Fans gleichermaßen. Sie gelten als Klassiker und Meisterwerke des Jazz. Davis selbst wurde u. a. zum besten Trompetenspieler gekürt. Als besondere Würdigung des Werks von Miles Davis verabschiedete das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten am 15. Dezember 2009 eine symbolische Resolution anlässlich des 50. Jahrestags der Aufnahme seines Albums Kind of Blue zur „Ehrung des Meisterwerks und zur Bekräftigung, dass Jazz ein nationales Kulturgut ist“.[2]

Zum Leben von Davis siehe auch

Zum Thema "Bedeutung und Nachwirkung" siehe auch

Aufnahmen (Auswahl)

[Interwiki-Einbindung ist deaktiviert]

Die folgende Liste versucht, bei besonderen Alben die aus heutiger Sicht neu entstandene Richtung im Jazz anzugeben. Dabei muss beachtet werden, dass bei solchen Unterteilungen und Begrifflichkeiten die Grenzen fließend sind.

Bebop

Cool Jazz

Hard Bop

Modaler Jazz

Fusion

Modaler Jazz, Fusion, Jazz-Pop

Hip-Hop

  • Doo-Bop (1991)

Bislang wurden acht Alben von Miles Davis, Birth of the Cool, Bitches Brew, In a Silent Way, Kind of Blue, Miles Ahead, Milestones, Porgy and Bess und Sketches of Spain, in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.[3]

Siehe auch

Literatur

  • Ian Carr: Miles Davis. Eine kritische Biographie. LIT, Baden 1982, ISBN 3-906700-02-X.
  • Jack Chambers: Milestones 1. The Music and Times of Miles Davis to 1960. Milestones 2. The Music and Times of Miles Davis Since 1960. Beech Tree Books, William Morrow, New York 1983 bzw. 1985 (Band 2).
  • Bill Cole: Miles Davis. A Musical Biography. William Morrow & Company, New York 1974.
  • George Cole: The Last Miles – The Music of Miles Davis, 1980–1991. University of Michigan Press, 2007, ISBN 978-0-472-03260-0.
  • Miles Davis, Quincy Troupe: Miles Davis. Die Autobiographie. Heyne, München 2000, ISBN 3-453-17177-2.
  • Ashley Kahn: Kind of blue. Die Entstehung eines Meisterwerks. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8077-0176-1.
  • Franz Kerschbaumer: Miles Davis. Stilkritische Untersuchungen zur musikalischen Entwicklung seines Personalstils. Akademische Druck- und Verlags-Anstalt, Graz 1978, ISBN 3-201-01071-5.
  • Jörg Konrad: Miles Davis. Die Geschichte seiner Musik. Bärenreiter Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1818-3.
  • Tobias Lehmkuhl: Coolness. Über Miles Davis. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Berlin 2009, ISBN 978-3-8077-1048-8.
  • Jan Lohmann: The Sound of Miles Davis. The discography. 1945–1991. JazzMedia ApS, Kopenhagen 1992, ISBN 87-88043-12-6.
  • Eric Nisenson: ’Round About Midnight. Ein Porträt von Miles Davis. Hannibal, Wien 1985, ISBN 3-85445-021-4.
  • Eric Nisenson: The Making of Kind of Blue, Miles Davis and His Masterpiece. St. Martin’s Press, New York 2000.
  • Wolfgang Sandner: Miles Davis. Eine Biographie. Rowohlt Berlin, Berlin 2010, ISBN 978-3-87134-677-4.
  • Paul Tingen: Miles Beyond. The Electric Explorations of Miles Davis, 1967–1991. Billboard Books, New York 2001.
  • Peter Niklas Wilson: Miles Davis. Sein Leben, seine Musik, seine Schallplatten. Oreos, Waakirchen 2001, ISBN 3-923657-62-5.

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Miles Davis - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. John Fordham: 50 great moments in jazz: How Miles Davis plugged in and transformed jazz ... all over again (2010) beim The Guardian
  2. Jason Parker: House of Representatives Affirms Miles Davis’ “Kind Of Blue” as National Treasure. Does This Ring Hollow To Anyone Else?. In: One Working Musician.. 2009-12-16. Abgerufen am 2014-10-11.
  3. Grammy Hall of Fame. Website der Grammy Foundation; abgerufen am 27. Juli 2012.


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Miles Davis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.