Paneurhythmie

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Paneurhythmie-Tanz am See „Die Niere“ - einer der Sieben Rila-Seen

Die Paneurhythmie ist ein System von Übungen musikalisch-physischer Natur, das in den 1930er Jahren von Meister Beinsa Douno, mit bürgerlichem Namen Petar Danow, in Bulgarien entwickelt wurde. Sie gilt als eine der wichtigsten Methoden innerhalb der okkulten Schule der Universellen Weißen Bruderschaft, die dort von ihm zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde.

Wesen der Paneurhythmie

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Die Paneurhythmie ist ein geistiger Tanz, der als okkulte Methode die physischen, geistigen und mentalen Funktionen des Menschen durch plastische, von Musik begleitete, rhythmische Bewegungen in Harmonie bringen soll. Der Mensch soll dadurch eine harmonische Verbindung mit der Natur, mit Gott und mit dem Universum aufbauen und sein Wesen in Einklang mit den kosmischen Schwingungen und Energien bringen. Die Paneurhythmie versteht sich als Vereinigung von Poesie, Musik und Bewegung zu einem harmonischen Ganzen. Diese Einheit unterscheidet nach Meinung der Anhänger die Paneurhythmie von anderen asiatischen Traditionen, wie beispielsweise Yoga. Peter Danow charakterisiert sie folgendermaßen:

„Die Paneurhythmie ist ein vernünftiger Austausch mit den Kräften der lebendigen Natur. Sie ist eine Wissenschaft zur Aufnahme der vernünftigen Bewegungen in der Natur. Bei der Paneurhythmie begrüßt und empfängt der Mensch das Göttliche und das Mächtige, das das Universum errichtet und für die große Idee des Lebens arbeitet. Die Paneurhythmie ist die harmonische, schöpferische Äußerung des göttlichen Ursprungs im Universum.“

Peter Danow: Prinzipien der Paneurhythmie, Sofia 1938, S.1.

Da in der Paneurhythmie die harmonische Ordnung eines jeden Sonnensystems symbolisch nachgebildet werden soll, wird sie von einer unbegrenzten Teilnehmerzahl paarweise im Kreis gegen den Uhrzeigersinn um ein Zentrum getanzt. Meistens wird das Zentrum von den Musikern gebildet, die den Tanz mit der speziell für die Paneurhythmie von Peter Danow komponierten Musik begleiten. Zu jeder einzelnen Übung wird eine bestimmte Melodie gespielt, die die musikalische Komponente der Übung ausmacht. Obwohl es keine Begrenzung bei den Instrumenten gibt, wird die Geige bevorzugt verwendet.

Paneurhythmie wird morgens in der Natur ausgeführt.

In Bulgarien wird die Paneurhythmie in vielen Städten täglich getanzt. Vom 1. August bis zum 22. August wird sie innerhalb der geistigen Sommerschule besonders zelebriert, die seit 1920 jährlich im Rilagebirge, im Bergkessel der Sieben Rila-Seen stattfindet. Dort kommen tausende Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um die Paneurhythmie auf einer großen Wiese beim fünften See zu tanzen. Sie wird außerdem auf allen fünf Kontinenten getanzt.

Die Paneurhythmie besteht aus dreißig rhythmischen Übungen und wird in drei unterschiedliche Hauptteile gegliedert:

  1. paneurhythmischer Zyklus aus 28 Übungen
  2. der Zyklus "Sonnenstrahlen"
  3. der Zyklus „Pentagramm“.

Nach der Lehre der Universellen Weißen Bruderschaft ist der Tanz eine okkulte Hauptmethode, die auf die sieben hermetischen Universalprinzipien gründet:

  • Das Prinzip der Vernunft
  • Das Prinzip der Entsprechung
  • Das Prinzip der Schwingungen oder Bewegungen
  • Das Prinzip der Polarität, der Dualität, der Zweiheit
  • Das Prinzip des Rhythmus
  • Das Prinzip der Ursache und Wirkung
  • Das Prinzip der Einheit und der Verwandtschaft

Vermittels dessen sollen sie den Tanzenden eine Verbindung mit dem Licht ermöglichen und mit den übersinnlichen Welten aufbauen. Der Paneurhythmie liegen außerdem Figuren wie das Pentagramm, die Vesica Piscis, der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci zugrunde.

Das Pentagramm hat nach Danow eine besondere Bedeutung: In ihm soll die Paneurhythmie ihren Höhepunkt erreichen und die Idee des vollkommenen Menschen symbolisieren. Durch die sukzessive Verwirklichung der fünf Kardinaltugenden Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit, Tugend und Wahrheit, die den fünf Spitzen des Pentagramms entsprechen, soll der Tanzende den "neuen Menschen" in sich bilden und die Vollkommenheit erreichen. Der neue Mensch ist nach Peter Danow die Zusammensetzung dieser Tugenden, die in seinem Wesen in Bewegung gebracht, d. h. angewendet wurden.

Laut Peter Danow ist der lebendige Kreis der Paneurhythmie das Emblem eines vollkommenen, harmonischen Lebens, das die Menschheit anstrebt. Dieses sei der Vorbote einer neuen, kommenden Hochkultur.

Literatur

  • Petar Danow: Die Paneurhythmie. Verlag Bjalo Bratstvo, Sofia, 2007; ISBN 978-954-744-079-1
  • Muriel Urech, Petăr K. Dănov: Die Paneurhythmie: Von Peter Deunov nach der Lehre von Omraam Mikhael Aivanhov. Prosveta-Verlag, 2005, ISBN 3895150843, ISBN 9783895150845
  • Stojtschev, Georgy: Die Paneurhythmie. Weisheit, Philosophie, Offenbarung, Sofia: Bjalo bratstvo, 2009

Weblinks

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