Penny McLean

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Penny McLean

Penny McLean (* 4. November 1946 in Klagenfurt als Gertrude Wirschinger) ist eine österreichische Sängerin und Autorin. Sie wurde in den 1970er Jahren mit der Gruppe Silver Convention sowie als Solosängerin mit dem Song Lady Bump bekannt. Später trat sie erfolgreich als esoterische Buchautorin und Engel-Medium auf. Nach ihren eigenen Angaben soll auch Rudolf Steiner direkt zu ihr aus der Geisteswelt gesprochen haben. (Lit.: Flensburger Hefte Nr. 34, S. 41 - 43).

Biografie

Gertrude Wirschinger wuchs bei ihrem Stiefvater, Chefarzt einer Nervenklinik in Klagenfurt, auf, ihr leiblicher Vater war Jurist und Ehrensenator in München. Nach ihrer musikalischen Ausbildung (Klavier, Flöte, Gitarre und Gesang) besuchte sie Mitte der 1960er Jahre eine Kindergärtnerinnenschule in München. 1967 heiratete sie den Komponisten und Schauspieler Holger Münzer.

Holger & Tjorven 1966

Karriere

1965 hatte sie unter ihrem bürgerlichen Namen Gertrude Wirschinger Solo-Auftritte, und von 1966 bis 1969 trat zusammen mit ihrem Ehemann als Duo „Holger & Tjorven“ auf. Das Repertoire bestand neben internationalen Folksongs und Chansons auch aus von ihrem Ehemann komponierten Liedern, mit Texten von z. B. Elisabeth Hauptmann (Enkelin von Gerhart Hauptmann) und Charly Niessen. Das Duo trat in Schwabinger Lokalen wie dem „Schwabinger Nest“, in der von Werner Finck wiedereröffneten „Neuen Katakombe“, im „Simplizissimus“, „Bei Nowack“ und „Gisela“ und bei der „Schwabinger Woche“ auf.

Neben drei Auftritten des Duos im „Talentschuppen“ Baden-Baden erfolgten Auftritte in der Gruppe „MTH-Singers“ (MTH = Münzer/Tjorven/Holger) und bundesweite monatliche Gastspiele mit Chansons und Schlagermusik in Diskotheken.

1972 wurde ihre Ehe geschieden und Getrude Münzer veröffentlichte als „Barbi Münzer“ die Titel Bananendampferkapitän und Acapulcobanjopolka und weitere Singles als „Barbra“. Danach gründete sie die Band „Penny Box“, auch „Penny Explosion“, wovon sie ihr späteres Pseudonym „Penny McLean“ herleitete. Der Produzent Michael Kunze verschaffte ihr einen Plattenvertrag und kreierte das Duo „Barbra & Helmut“.

Durchbruch mit Silver Convention

Getrude Münzer arbeitete dann in München als Backgroundsängerin und wurde 1975 Teil der Gruppe „Silver Convention“. Mit der Disco-Welle erreichte das Frauen-Trio mit Fly, Robin, Fly Platz 1 der US-amerikanischen Billboard-Charts (mehr als 1 Million verkaufte Platten in den USA) und konnte diesen Erfolg mit Get Up And Boogie wiederholen.

Michael Kunze erhielt 1976 für seine Silver-Convention-Produktionen einen Grammy. Mit „Telegram“ trat die Gruppe 1977 beim Eurovision Song Contest auf und erreichte den 8. Platz. Danach flachte auch der kommerzielle Erfolg ab – die einzelnen Mitglieder von Silver Convention gingen eigene Wege. Gertrude Münzer legte sich das Pseudonym „Penny McLean“ zu und sang fortan solo.

Soloerfolge

1975 erschien Lady Bump; die Single erreichte Platz 1 der Hitparade und Goldstatus in Deutschland. Gleichzeitig verhalf sie damit dem Bump-Tanz für einige Jahre zum Status als Modetanz. Der Folgetitel 1, 2, 3, 4 … Fire! wurde 1976 ein weiterer Top-Ten-Hit.

Penny McLean nahm weiter Singles wie Dance, Bunny-Honey, Dance und Zwischen zwei Gefühlen (deutsche Version von Torn between two lovers) und viele weitere auf, doch nach 1977 konnte sie sich nicht mehr in den Charts platzieren. 1979 nahm sie an der Luxemburger Vorentscheidung des Eurovision Song Contest mit dem Projekt „Tut Ench Amun“ teil.

McLean war danach vereinzelt als Schauspielerin zu sehen, etwa in The Fantasticks im Münchner „Theater Am Einlaß“.

1982 veröffentlichte Phillips das von ihr zusammen mit Dieter Bohlen komponierte Lied Wenn die Träume Flügel kriegen, es erreichte einen Achtungserfolg.

Arbeit als Autorin

Seit den 1980er Jahren tritt Penny McLean als Autorin von Sachbüchern über Numerologie, Schutzgeister und Esoterik in Erscheinung. Sie lebt in München und vermittelt ihre Theorien in Seminaren, Kursen und Vorträgen, die sie im gesamten deutschsprachigen Raum abhält. Sie selbst sieht sich als Anthroposophin und Esoterikerin. Hermann Keimeyer äußerte sich über sie wie folgt: "Penny McLean hat in ehrlicher Weise gesucht und glaubt Rudolf Steiners Geistwesen zu finden. Weil sie aber ihre Wunschnatur nicht genügend besiegen konnte, blieb sie für die drei Widersachermächte anfällig, auf deren Einwirkungen die Verzerrungen bei der spirituellen Vermittlung der okkulten Wahrheiten und Impulse zurückzuführen sind." (Lit.: Hermann Keimeyer, S. 93).

Buchveröffentlichungen

Literatur

  • Hermann Keimeyer: Rudolf Steiners Martyrium und Auferstehung, Selbstverlag, Owingen 1994, S. 93
  • Gaby von Thun (Hg.): Auf der Suche nach Gott, Rowohlt TB-Verlag, Reinbek b. Hamburg 2006, S. 143 - 149
  • Flensburger Hefte Nr. 34: Alte und neue Seelenfähigkeiten, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 1991, S. 36 - 52

Weblinks


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Penny McLean aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.