Tikkun Olam

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tikkun Olam (hebr. תיקון עולם) bedeutet etwa „Reparieren der Welt“ und bezieht sich darauf, dass der Mensch an der Wiederherstellung der reinen Schöpfungsordnung mitarbeiten muss, nachdem sich Gott aus dieser zurückgezogen hat und dadurch dem Bösen Raum gegeben wurde, zugleich aber auch die Möglichkeit zur Freiheit des Menschen geschaffen wurde. Der Begriff wurde ursprünglich schon in der frühen Periode des rabbinischen Judentums gebildet und dann vor allem von der jüdischen Kabbala aufgegriffen. Durch einen komplizierten Prozess der Wiederherstellung wird das Urlicht der Schöpfung aus den Schalen (den Kelipoth), in denen es gefangen ist, befreit und zum Ursprung zurückgebracht. Dem Menschen kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Dabei spielen Gilgul (Seelenwanderung / Reinkarnation) und Ibbur (Schwängerung einer lebenden Seele durch eine andere Seele) ebenso eine Rolle wie die Kawwana als meditatives Gebet, aber auch Askese und die Mizwot (Erfüllung der Gebote).

Siehe auch