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Urindische Kultur

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Rudolf Steiner: Der indische Mensch, Pastell 1914

Die Urindische Kultur (7227 - 5067 v. Chr.), das Krebs-Zeitalter, war die erste nachatlantische Kulturepoche und diente vornehmlich der Ausbildung des Ätherleibs. Der Frühlingspunkt stand damals im Sternbild des Krebses. Die von Manu ausgesandten 7 heiligen Rishis waren die großen geistigen Führer zu jener Zeit. In der Apokalypse des Johannes wird in dem Sendschreiben an die Gemeinde von Ephesus auf die urindische Zeit hingewiesen.

In der urindischen Kultur leuchtet eine Erinnerung an die polarische Zeit auf, in der Sonne, Erde und Mond noch miteinander in einem riesigen Weltengebilde vereinigt waren. Sie empfanden und verehrten dieses Ureinheit als Brahma.

„Der erste, der urindische Zeitraum, der entwickelte eine Religion, die wie ein inneres Aufleuchten erscheint, wie eine innere Wiederholung in Vorstellungen und Gefühlen des allerersten Zeitraums, wo Sonne und Mond noch mit der Erde verbunden waren, wo jene erhabenen Wesen der Sonne noch auf der Erde wohnten. Wir können uns denken, daß da eine erhabene Vorstellung geweckt werden mußte. Und den Geist, der sich mit allen Engeln und Erzengeln, mit allen Geistern, hohen Göttern und Wesenheiten verband, in dem ersten Zustande der Erde, dem Urnebel, den faßte das indische Bewußtsein zusammen unter einer hohen Individualität, unter dem Namen Brahm, Brahma. Im Geiste wiederholte die erste Kulturepoche der nachatlantischen Zeit das, was geschehen war. Sie ist nichts anderes als eine Wiederholung der ersten Erdepoche im inneren Anschauen.“ (Lit.:GA 106, S. 34f)

In Indien lebten damals Menschen, die den von den besten Teilen der atlantischen Bevölkerung abstammten. Sie hatten noch eine sehr lebendige Erinnerung an die alte atlantische Seelenverfassung und ein natürliches Hellsehen war noch weit verbreitet bzw. konnte noch sehr leicht wieder erweckt werden. Die alten Inder hatten noch eine sehr starke Sehnsucht nach der geistigen Welt, die sinnliche Außenwelt hingegen empfanden sie als Maya, als Schleier, der sich verdunkelnd über die eigenliche geistige Wirklichkeit breitete. In mächtigen Bildern konnten ihnen die sieben heiligen Rishis eine ferne Ahnung von dem aus kosmischen Höhen zur Erde herabsteigenden Christus geben, den sie unter dem Namen Vishva Karman kannten. Die erst viel später, nämlich in der Ägyptisch-Chaldäischen Kulturepoche entstandenen Veden geben nur mehr einen schwachen Nachklang der Blütezeit der urindischen Kultur. Sie wurden lange Zeit nur mündlich überliefert und erst im 5. Jahrhundert n. Chr., also bereits in der Griechisch-Lateinischen Zeit niedergeschrieben.

Literatur

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Weblinks

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