Wirbelsäule

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Wirbelsäule des Menschen (von links gesehen)
Farblegende:
  • Halswirbel (Pars cervicalis)
  • Brustwirbel (Pars thoracica)
  • Lendenwirbel (Pars lumbalis)
  • Kreuzbein (Os sacrum)
  • Steißbein (Os coccygis)
  • Die Wirbelsäule (lat. Columna vertebralis, griech. ράχις rhachis), als knöcherne Mitte des Körpers, bildet mit ihrer beim Menschen charakterisch S-förmig geschwungenen, elastischen Form das zentrale tragende Konstruktionselement der Wirbeltiere und des Menschen. Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbel (C1-C7), 12 Brustwirbel (Th1-Th12) und 5 Lendenwirbel (L1-L5), die durch insgesamt 23 faserig-knorpelige Bandscheiben miteinander verbunden sind. Weitere 5 Sakralwirbel (S1-S5) sind zum Kreuz- und 3 bis 5 Wirbel zum Steißbein verschmolzen.

    Das im Inneren der Wirbelsäule gelegene Rückenmark ist entscheidend an der Reizübermittlung beteiligt. Der Mensch besitzt meist 31 Paare Rückenmarks- oder Spinalnerven, die zwischen den Wirbeln hervortreten.

    Nach Rudolf Steiner hängt die Gliederung der Wirbelsäule mit den Rhythmen der Mondbewegung zusammen:

    "Der Mensch wurde durchaus nicht nur etwa in bezug auf die Stoffe, die er in sich trägt, sondern auch in bezug auf die Vorgänge, die in ihm sich abwickeln, als ein Mikrokosmos, als eine kleine Welt angesehen. Ja, es wurde manches, was in ihm plastisch vorhanden ist, auf Vorgänge in der äußeren Welt zurückgeführt. Und so wurde eine hohe Aufmerksamkeit darauf verwendet, wie der Mond durchgeht durch das erste Viertel, Vollmond

    Tafel 6

    wird, letztes Viertel, Neumond, wie der Mond in dieser Art achtundzwanzig bis dreißig Phasen durchmacht. Dieses Durchgehen des Mondes durch seine Phasen, das schaute man im Kosmos. Man schaute dabei den Mond in Bewegung in seiner Bahn. Man schaute, wie er seine Wirbel in seiner Bewegung herumzeichnete, seine

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    achtundzwanzig bis dreißig Wirbel, und dann verstand man, wie der Mensch in seinem Rückgrat diese achtundzwanzig bis dreißig Wirbel hat, und man verstand, wie mit jenen Mondbewegungen

    Tafel 6

    und ihren Kräften dasjenige zusammenhängt, was sich im Menschen embryonal als Wirbelsäule ausbildet. Die Nachbildung der Monden - monatsbewegung sah man in der Gestaltung der menschlichen Wirbelsäule. Und man sah, wenn man die menschliche Wirbelsäule mit ihren Nerven hat (siehe Zeichnung, oben), achtundzwanzig bis dreißig Nerven, die in den ganzen Organismus gehen, man sah in diesen achtundzwanzig bis dreißig Nerven die Abbildungen von Strömungen, die der Mond immer auf den verschiedenen Stufen seiner Bahnen auf die Erde herunterschickt. Man sah förmlich in den Knochenfortsetzungen der Wirbel das Eingreifen der Mondenströmungen. Kurz, man sah in demjenigen, was da der Mensch in sich trägt in seinen Rückenmarksnerven mit dem Rückenmark zusammen, man sah etwas, was einen an den Kosmos band, was einen mit dem Kosmos in einen lebendigen Zusammenhang bringt. Und dieses Ganze, das ich Ihnen jetzt andeutete, das brachte man dem Schüler bei.

    Tafel 6

    Und dann machte man ihn auf etwas anderes aufmerksam. Dann sagte man ihm: Und siehe einmal, wenn du den Sehnerv ansiehst, wie er in das Auge übergeht vom Gehirn aus, so zerfasert er sich beim Übergang in das Auge in sehr feine Fasern. Wie viele solche Fasern sind es? Solcher Fasern, die vom Sehnerv in das Innere des Auges gehen, sind wiederum ebensoviel wie Nerven, die vom Rükkenmark ausgehen, achtundzwanzig bis dreißig. So daß also eine kleine Rückenmarksorganisation vom Gehirn aus durch den Sehnerv ins Auge hineingeht (siehe Zeichnung, S. 76 unten). Das ist so, daß der Mensch - so sagte der Lehrer zu den Schülern - von den Göttern, die in uralter Zeit sein Dasein geformt haben, diese Dreißiggliedrigkeit des Rückenmark-Nervensystems erhalten hat. Aber er selber hat in seinem die Sinneswelt anschauenden Auge ein Abbild dessen geschaffen; da vorne im Kopforganismus ein Abbild dessen geschaffen, was die Götter aus ihm gemacht haben.

    Und dann machte man den Schüler darauf aufmerksam: So steht die Rückenmarksorganisation mit dem Monde in Beziehung. Aber hinwiederum, durch dieses besondere Verhältnis des Mondes zur Sonne hat das Jahr zwölf Monate, und vom Gehirn des Menschen gehen zwölf Nerven nach den verschiedenen Teilen des Organismus, die zwölf hauptsächlichsten Gehirnnerven. In dieser Beziehung ist der Mensch durch seine Hauptesorganisation ein Mikrokosmos in bezug auf dasjenige, was das Verhältnis der Sonne zum Monde ist. In der Gestaltung des Menschen drückt sich eine Imitation desjenigen aus, was Vorgänge draußen im Kosmos sind.

    Und wiederum machte man den Schüler aufmerksam darauf, daß er nun in seinem Haupte im Sehnerv, also durch die Dreißiggliedrigkeit des Sehnervs ins Auge hinein die Mondenorganisation vom Rückgrat nachahmt." (Lit.: GA 233a, S. 75ff)

    Siehe auch

    Literatur

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