Zellulärer Automat

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Zelluläre oder auch zellulare Automaten dienen der Modellierung räumlich diskreter dynamischer Systeme, wobei die Entwicklung einzelner Zellen zum Zeitpunkt LaTeX: t+1 primär von den Zellzuständen in einer vorgegebenen Nachbarschaft und vom eigenen Zustand zum Zeitpunkt LaTeX: t abhängt. Sie wurden erstmals um 1940 von Stanislaw Ulam in Los Alamos vorgestellt. John von Neumann, ein damaliger Kollege Ulams, griff die Idee auf und erweiterte sie zu einem universellen Berechnungsmodell. Er beschrieb damit als erster einen Zellularautomaten, der berechnungs- und konstruktionsuniversell ist. Er ist nach von Neumann geeignet für Probleme biologischer Organisation, Selbstreproduktion und der Evolution von Komplexität und damit auch eine wichtige Grundlage für künstliches Leben.

Definition

Ein Zellularautomat ist durch folgende Größen festgelegt:

  • ein Raum LaTeX: R (Zellularraum)
  • eine endliche Nachbarschaft LaTeX: N
  • eine Zustandsmenge LaTeX: Q
  • eine lokale Überführungsfunktion LaTeX: \delta\colon Q^N \to Q.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Cellular automata - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Sekundärliteratur

Visualisierungen und Implementierungen

Einzelnachweise

  1. NetLogo Models Library: CA 1D Elementary Cellular Automata. Abgerufen am 2018-11-26. (en)


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