Dibbuk

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Als Dibbuk (auch Dybuk oder Dybbuk; Pl. Dibbukim = Umklammerer oder Anhafter) wird nach verbreitetem jüdischem Volksglauben die Seele eines ehemals bösartigen oder verbohrten Toten bezeichnet, die sich aufgrund ihrer Verfehlungen nicht von der irdischen Existenz lösen kann und nach einem lebenden Körper sucht, um sich in diesem zu inkorporieren. Die Seele des Toten hofft auf diese Weise aufzuarbeiten, was sie im vergangenen Erdenleben verabsäumt hat. Die Besessenheit durch Tote, die etwa seit dem 17. Jh. in der kabbalistischen Literatur belegt ist, kann durch einen Zaddik (hebr. für „Gerechten") in einer Art Exorzismus gemeinsam mit zehn weiteren Mitgliedern der Gemeinschaft (Minjan) aufgehoben werden, die im Totenhemd gekleidet sind und dabei Gebete singen, auf dem Schofar blasen und allerlei Räucherwerk verbrennen.

Literatur

Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 3. Auflage München 2003, Seite 45–46