Narbe

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Eine Narbe wird bei der Wundheilung aus minderwertigem, faserreichen Gewebe gebildet. Die Kollagenfasern sind im Narbengewebe nicht komplex vernetzt, sondern parallel angeordnet. In jüngeren Jahren bzw. durch einen starken Ätherleib kann das Narbengewebe im Laufe der Zeit wieder ganz oder weitgehend abgebaut werden.

„Nun, in dem Augenblicke, wo Sie sich schneiden, sei es durch eine Ungeschicklichkeit, durch ein Malheur, sei es durch eine Operation - in diesem Augenblick ist noch an der Stelle, wo nur der menschliche Körper wirken soll, ein fremdes Instrument. Das Messer dringt in den Raum ein, in dem eigentlich Blut und Nerven und Muskeln und so weiter wirken sollen. Also an der Stelle entsteht ein ganz lebhafter Kampf zwisehen den Kräften, die im Innern des Körpers sind, und den Kräften, die eindringen. Sie sind ja Eindringlinge. Und um diese abzuwehren, schoppt sich ringsherum die innere physische Materie des menschlichen Körpers zusammen und macht die Narbe. Das schoppt sich zusammen, um diese Kräfte nicht weiter eindringen zu lassen. Also die Narbe ist eine Schutzhülle zunächst, die gebildet wird, um die fremden Kräfte nicht eindringen zu lassen. Die Narbe entsteht anfangs immer.

Nun, nehmen Sie an, man ist jung, zum Beispiel ganz jung, wie ich war, als ich diese Schnitzelgeschichten gemacht habe; ich war zehn, elf, zwölf Jahre alt. Ja, wenn man so jung ist, da ist der Ätherleib in voller Tätigkeit, ist ganz außerordentlich tätig. Wenn der Ätherleib so stark ist, wie er es in der ganzen ersten Jugend ist, so wird einfach, wenn die physische Materie abfällt, die Narbe nach und nach abheilen; die Substanz der Stoffe ist in der entsprechenden Weise angeordnet. Nehmen Sie an, man ist älter; dann ist der Ätherleib, insbesondere an der Stelle, wo die Narbe ist, nicht so stark, dies zu überwinden. Er macht das nach, macht das ein zweites Mal, weil er nicht überwinden kann die Stelle, wo die Narbe angeschoppt ist, weil er nicht darüber hinwegkommen kann. Denn es ist immer abhängig von der Stärke oder Schwäche des Ätherleibes, ob eine Narbe entsteht oder nach und nach abgeschafft wird. Verletzungen im kindlichen Alter werden immer schwächere Narben zurücklassen als Verletzungen, die man sich später zufügte. Aber der Mensch ist ja auch verschieden; mancher behält sein ganzes Leben hindurch einen außerordentlich starken Ätherleib, und bei dem werden Narben leichter überwunden als bei einem andern, dessen Ätherleib eben geschwächt ist.“ (Lit.:GA 353, S. 157f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker, GA 353 (1988), ISBN 3-7274-3532-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
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