Goldene Regel und Buddhiplan: Unterschied zwischen den Seiten

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[[Rudolf Steiner]] nennt sehr eindringlich folgende '''goldene Regel''', die jeglicher [[Schulungsweg|Geistesschulung]] zugrundeliegen muss:
Der '''Buddhiplan''' oder '''Shushuptiplan''' ist die '''Welt der Vorsehung''', denn ihre wesentliche Aufgabe besteht darin, die [[Weltentwicklung]] mit [[Vorsehung]] von Zeitalter zu Zeitalter zu leiten. Sie wird auch als '''Welt der Urbilder''' oder '''Urbilderwelt''' bezeichnet. Hier ist die höchste Quelle aller ''lebendigen'' [[Entwicklung]]. Der Buddhi-Plan ist der Inbegriff des aktiven schöpferischen [[Leben]]s. [[Gefühl]]e haben hier ihr aktives lebendiges Gegenbild in der [[Akasha-Chronik]]. Das [[Logik|logische Denken]] hingegen, das auch in den höheren Welten bis hinauf in das [[Devachan]] Geltung hat, ist nicht mehr in dem selben Sinn gültig für den Buddhi-Plan.


:"Und diese goldene Regel ist: wenn du einen Schritt vorwärts zu machen versuchst in der Erkenntnis geheimer Wahrheiten, so mache zugleich drei vorwärts in der Vervollkommnung deines Charakters zum Guten." {{Lit|GA 10}}
Auf dem Buddhiplan entfaltet das [[Wärmeelement]] sein wahres [[Leben]]:


==Literatur==
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#Rudolf Steiner: ''Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?'', [[GA 10]] (1904/05), Kapitel ''Kontrolle der Gedanken und Gefühle''  
"Unter dem Nirvanaplan ist der Buddhi- oder Shushuptiplan. Da hat die [[Wärme]] das Leben. Wenn [[Buddhi]] im Menschen entwickelt wird, wird alles [[Kama]] in Selbstlosigkeit, in [[Liebe]] umgewandelt. Diejenigen Tiere, welche keine Wärme entwickeln, sind auch leidenschaftslos. Auf höheren Stufen muß der Mensch diese Leidenschaftslosigkeit wieder erreichen, weil er sein Leben auf dem Shushuptiplan hat." {{Lit|GA 93a, S 45}}
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Die Kräfte der Urbilderwelt strömen normalerweise ungehindert durch uns hindurch. Gelingt es uns durch [[Schulungsweg|geistige Schulung]], diese Kräfte aufzuhalten, bilden sich in uns die geistigen Wahrnehmungsorgane heraus. Was von diesen Kräften dann ins [[Bewusstsein]] gespiegelt wird, ermöglicht uns, [[Imagination]]en zu erleben.
 
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"In der geisteswissenschaftlichen Methode ... nennt man die erste Stufe dieses Bewußtseins, das als hellsichtiges Bewußtsein entwickelt werden kann, das imaginative Bewußtsein. Es ist eine Art Bilderbewußtsein. Dieses Bilderbewußtsein, das imaginative Bewußtsein, bleibt so lange eine bloße Einbildung, bloße Phantasie, als nicht das Organ für dieses Bilderbewußtsein, für das imaginative Bewußtsein wirklich aus einer höheren Welt herunter gebildet wird, so wie das Gehirn als Organ für das menschliche Denken aus der Vernunftwelt herunter gebildet worden ist. In dem Augenblick, wo wir sagen, daß es in der Welt hellsichtiges Bewußtsein gibt, müssen wir auch sagen: Also muß es auch eine Welt geben, aus welcher die Kräfte fließen für das Hellseherorgan. Diese Welt nennt man in der Geisteswissenschaft die Welt der Urbilder. Das, was uns als Imagination vor Augen treten kann, ist ein Abbild der Urbilderwelt." {{Lit|GA 119, S 172}}
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[[Bodhisattva]]s reichen mit ihrem Bewusstsein bis zum [[Buddhi-Plan]] hinauf, wo ihnen der Christus als geistiger Lehrer entgegentritt, und wenn sie die [[Buddha]]-Würde erlangt haben sogar bis in die Bereiche des [[Nirwana]].
 
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"So steigen die Bodhisattva-Wesenheiten zwischen zwei Inkarnationen hinauf bis zum Buddhiplan, und bis zum Buddhiplan reicht dasjenige, was ihnen vollbewußt als Lehrer entgegentritt: die Wesenheit des Christus. Auf dem Buddhiplan begegnen sich die Bodhisattvas und der Christus. Und wenn die Menschen weiterschreiten und diejenigen Eigenschaften entwickeln, die ihnen durch die Bodhisattvas eingeträufelt werden, dann werden sie auch immer reifer werden, um in dieselbe Sphäre hinaufzudringen." {{Lit|GA 116, S 33}}
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== Literatur ==
#Rudolf Steiner: ''Grundelemente der Esoterik'', [[GA 93a]] (1987)
#Rudolf Steiner: ''Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewusstseins'', [[GA 116]] (1982), Erster Vortrag, Berlin, 25. Oktober 1909
#Rudolf Steiner: ''Makrokosmos und Mikrokosmos'', [[GA 119]] (1988), Sechster Vortrag, Wien, 26. März 1910


{{GA}}
{{GA}}


[[Kategorie:Schulungsweg]] [[Kategorie:Meditation]]
[[Kategorie:Grundbegriffe]]

Version vom 21. Mai 2008, 23:55 Uhr

Der Buddhiplan oder Shushuptiplan ist die Welt der Vorsehung, denn ihre wesentliche Aufgabe besteht darin, die Weltentwicklung mit Vorsehung von Zeitalter zu Zeitalter zu leiten. Sie wird auch als Welt der Urbilder oder Urbilderwelt bezeichnet. Hier ist die höchste Quelle aller lebendigen Entwicklung. Der Buddhi-Plan ist der Inbegriff des aktiven schöpferischen Lebens. Gefühle haben hier ihr aktives lebendiges Gegenbild in der Akasha-Chronik. Das logische Denken hingegen, das auch in den höheren Welten bis hinauf in das Devachan Geltung hat, ist nicht mehr in dem selben Sinn gültig für den Buddhi-Plan.

Auf dem Buddhiplan entfaltet das Wärmeelement sein wahres Leben:

"Unter dem Nirvanaplan ist der Buddhi- oder Shushuptiplan. Da hat die Wärme das Leben. Wenn Buddhi im Menschen entwickelt wird, wird alles Kama in Selbstlosigkeit, in Liebe umgewandelt. Diejenigen Tiere, welche keine Wärme entwickeln, sind auch leidenschaftslos. Auf höheren Stufen muß der Mensch diese Leidenschaftslosigkeit wieder erreichen, weil er sein Leben auf dem Shushuptiplan hat." (Lit.: GA 93a, S 45)

Die Kräfte der Urbilderwelt strömen normalerweise ungehindert durch uns hindurch. Gelingt es uns durch geistige Schulung, diese Kräfte aufzuhalten, bilden sich in uns die geistigen Wahrnehmungsorgane heraus. Was von diesen Kräften dann ins Bewusstsein gespiegelt wird, ermöglicht uns, Imaginationen zu erleben.

"In der geisteswissenschaftlichen Methode ... nennt man die erste Stufe dieses Bewußtseins, das als hellsichtiges Bewußtsein entwickelt werden kann, das imaginative Bewußtsein. Es ist eine Art Bilderbewußtsein. Dieses Bilderbewußtsein, das imaginative Bewußtsein, bleibt so lange eine bloße Einbildung, bloße Phantasie, als nicht das Organ für dieses Bilderbewußtsein, für das imaginative Bewußtsein wirklich aus einer höheren Welt herunter gebildet wird, so wie das Gehirn als Organ für das menschliche Denken aus der Vernunftwelt herunter gebildet worden ist. In dem Augenblick, wo wir sagen, daß es in der Welt hellsichtiges Bewußtsein gibt, müssen wir auch sagen: Also muß es auch eine Welt geben, aus welcher die Kräfte fließen für das Hellseherorgan. Diese Welt nennt man in der Geisteswissenschaft die Welt der Urbilder. Das, was uns als Imagination vor Augen treten kann, ist ein Abbild der Urbilderwelt." (Lit.: GA 119, S 172)

Bodhisattvas reichen mit ihrem Bewusstsein bis zum Buddhi-Plan hinauf, wo ihnen der Christus als geistiger Lehrer entgegentritt, und wenn sie die Buddha-Würde erlangt haben sogar bis in die Bereiche des Nirwana.

"So steigen die Bodhisattva-Wesenheiten zwischen zwei Inkarnationen hinauf bis zum Buddhiplan, und bis zum Buddhiplan reicht dasjenige, was ihnen vollbewußt als Lehrer entgegentritt: die Wesenheit des Christus. Auf dem Buddhiplan begegnen sich die Bodhisattvas und der Christus. Und wenn die Menschen weiterschreiten und diejenigen Eigenschaften entwickeln, die ihnen durch die Bodhisattvas eingeträufelt werden, dann werden sie auch immer reifer werden, um in dieselbe Sphäre hinaufzudringen." (Lit.: GA 116, S 33)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987)
  2. Rudolf Steiner: Der Christus-Impuls und die Entwickelung des Ich-Bewusstseins, GA 116 (1982), Erster Vortrag, Berlin, 25. Oktober 1909
  3. Rudolf Steiner: Makrokosmos und Mikrokosmos, GA 119 (1988), Sechster Vortrag, Wien, 26. März 1910
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.