Robert Ettinger: Unterschied zwischen den Versionen

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In seiner Jugendzeit war Ettinger ein begeisterter Leser von [[Science-Fiction]]-Geschichten und fasziniert von der Idee, Menschen mittels zukünftiger Medizintechnik [[Leben nach dem Tod|nach dem Tod]] wiederzubeleben. Der Leichnam soll durch tiefe Temperaturen [[w:Konservierung|konserviert]] werden, bis der [[Technik|technische Fortschritt]] eine Reparatur der Organschäden und den „Neustart“ des Lebens in dem erhaltenen Körper ermöglicht. 1947 macht er sich mit den Tieftemperatur-Experimenten des Franzosen [[w:Jean Rostand|Jean Rostand]] vertraut.
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In seiner Jugendzeit war Ettinger ein begeisterter Leser von [[Science-Fiction]]-Geschichten und fasziniert von der Idee, Menschen mittels zukünftiger Medizintechnik [[Leben nach dem Tod|nach dem Tod]] wiederzubeleben. Als er 12 Jahre alt war, faszinierte ihn ganz besonders eine Geschichte in einem dieser frühen Science-Fiction-Magazine aus den frühen 30er Jahren, ''The Jameson Satellite'' von [[w:Neil R. Jones|Neil R. Jones]]. Darin geht es um einen exzentrischen Millionär, der seinen Körper nach dem Tod in die Erdumlaufbahn schickt, wo dieser, eingefroren in der Kälte und im Vakuum des Weltraums, vor dem Zerfall bewahrt wird. Millionen Jahren später wird er von mechanischen außerirdischen Wesen mit biologischem Gehirn wiederbelebt. Sie transferieren sein Gehirn in einen unsterblichen Roboterkörper, wie sie selbst haben, und ist nun frei, um mit ihnen zu den Sterne zu reisen.
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Mit der Zeit nahmen Ettingers Ideen von der [[Unsterblichkeit]] konkrete Formen an. Der Leichnam soll durch tiefe Temperaturen [[w:Konservierung|konserviert]] werden, bis der [[Technik|technische Fortschritt]] eine Reparatur der Organschäden und den „Neustart“ des Lebens in dem erhaltenen Körper ermöglicht. 1947 macht er sich mit den Tieftemperatur-Experimenten des Franzosen [[w:Jean Rostand|Jean Rostand]] vertraut.
  
 
Ettinger ist Namensgeber und zugleich erster Empfänger der Robert-Ettinger-Medaille für herausragende Leistungen für die Kryonik.<ref>Erstmalige Verleihung der Robert-Ettinger-Medaille auf der Veranstaltung {{internetquelle|url=http://www.biostase.de/de/symposium2010.html|titel=„Angewandte Kryobiologie – Wissenschaftliches Symposium zur Kryonik“ in 2010|zugriff=23. Oktober 2012|archiv-url=https://web.archive.org/web/20130112010032/http://www.biostase.de/de/symposium2010.html|archiv-datum=2013-01-12|offline=ja|archiv-bot=2019-05-10 09:25:45 InternetArchiveBot}}</ref>
 
Ettinger ist Namensgeber und zugleich erster Empfänger der Robert-Ettinger-Medaille für herausragende Leistungen für die Kryonik.<ref>Erstmalige Verleihung der Robert-Ettinger-Medaille auf der Veranstaltung {{internetquelle|url=http://www.biostase.de/de/symposium2010.html|titel=„Angewandte Kryobiologie – Wissenschaftliches Symposium zur Kryonik“ in 2010|zugriff=23. Oktober 2012|archiv-url=https://web.archive.org/web/20130112010032/http://www.biostase.de/de/symposium2010.html|archiv-datum=2013-01-12|offline=ja|archiv-bot=2019-05-10 09:25:45 InternetArchiveBot}}</ref>

Version vom 14. Juli 2019, 08:36 Uhr

Robert Ettinger, 1940er

Robert Chester Wilson Ettinger (* 4. Dezember 1918 in Atlantic City[1], New Jersey; † 23. Juli 2011 in Clinton Township, Michigan[2]) war ein US-amerikanischer Hochschullehrer. Bekannt wurde er mit seinem 1962 erschienenen Buch The Prospect of Immortality als Vater der Kryonik. 1976 gründete er das Cryonics Institute in Detroit, das 1993 nach Clinton Township, Michigan übersiedelte.

Leben

Ettinger wurde als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er studierte Mathematik und Physik an der Wayne State University und war als Lehrer an dieser Universität und an einem College in Michigan tätig.

Nach seiner schweren Verwundung im Zweiten Weltkrieg bekam er das Purple Heart verliehen. Ettinger war zweimal verheiratet; aus der ersten Ehe entstammen zwei Kinder.

Kryonik

In seiner Jugendzeit war Ettinger ein begeisterter Leser von Science-Fiction-Geschichten und fasziniert von der Idee, Menschen mittels zukünftiger Medizintechnik nach dem Tod wiederzubeleben. Als er 12 Jahre alt war, faszinierte ihn ganz besonders eine Geschichte in einem dieser frühen Science-Fiction-Magazine aus den frühen 30er Jahren, The Jameson Satellite von Neil R. Jones. Darin geht es um einen exzentrischen Millionär, der seinen Körper nach dem Tod in die Erdumlaufbahn schickt, wo dieser, eingefroren in der Kälte und im Vakuum des Weltraums, vor dem Zerfall bewahrt wird. Millionen Jahren später wird er von mechanischen außerirdischen Wesen mit biologischem Gehirn wiederbelebt. Sie transferieren sein Gehirn in einen unsterblichen Roboterkörper, wie sie selbst haben, und ist nun frei, um mit ihnen zu den Sterne zu reisen.

Mit der Zeit nahmen Ettingers Ideen von der Unsterblichkeit konkrete Formen an. Der Leichnam soll durch tiefe Temperaturen konserviert werden, bis der technische Fortschritt eine Reparatur der Organschäden und den „Neustart“ des Lebens in dem erhaltenen Körper ermöglicht. 1947 macht er sich mit den Tieftemperatur-Experimenten des Franzosen Jean Rostand vertraut.

Ettinger ist Namensgeber und zugleich erster Empfänger der Robert-Ettinger-Medaille für herausragende Leistungen für die Kryonik.[3]

Werke

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Robert Ettinger. Cryonics Institute. Archiviert vom Original am July 17, 2012. Abgerufen am May 24, 2009.
  2. Associated Press: Cryonics pioneer Robert Ettinger dies, Guardian. July 26, 2011. 
  3. Erstmalige Verleihung der Robert-Ettinger-Medaille auf der Veranstaltung „Angewandte Kryobiologie – Wissenschaftliches Symposium zur Kryonik“ in 2010. Archiviert vom Original am 2013-01-12. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Robert Ettinger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.